Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 22
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7. Henkelloser Becher (M. 15.) H. 0165. F. — A. Löwe, Sphinx mit
orientalischen Flügeln, Panther. B. Sphinx, Panther, Sphinx. — Abgeh. Font.

8. Rundes Lekythion (M. 77.) H. 0-16. Sehr alterthümlich. S. — A.
Schwan zwischen zwei Sphingen mit orientalisch stilisirten Flügeln. B. Ein grosser
Büffel, dahinter ein Wasservogel mit hohen Beinen. — Abgeb. Font.

9. Kugelrunties henkelloses Gefäss (P. 44.) H, 0 04. Sehr alterthümlich.
S. — Umher ein Thierfries: drei langgestreckte Eaubthiere mit offenem Rachen,
Tieger oder Panther hintereinander. Dazwischen Füllschmuck. — Abgeb. Sart.

10. Tropfenförmiges Lekythion (M. 79.) H. 0125. Alterthümlich. S. —
Friesstreifen laufender Thiere (Hunde) mit zurückgelegten Ohren. — Abgeb. Sart.

11. Henkelloses flaches Gefäss (B. 249.) H. 0-04. Alterthümlich. F. —
Ueber dem Mittelstreifen rings um das Gefäss vier Enten hintereinander. — Abgeb.
Font. Aehnlich Mon. dell' inst. I 27, 57.

12. Tropfenförmiges Lekythion (M, 79.) H. 0175. F. — In einem der
vielen Bänder, die das Gefäss umziehen, drei Thiergestalten hintereinander undeut-
lich aufgemalt. — Abgeb. Font.

13. Einhenkliger Krug (einigermassen ähnlich P. 245). H. 0-4. F. — Auf
beiden Seiten wiederholt: zwei grosse Köpfe, bärtig, mit langem Haar, in sorgfältig
ausgeführten, etwas verschieden geformten Helmen, einander zugekehrt; am Hals
eines Jeden ist noch der Panzer sichtbar. — Erwähnt Arch. Anz. 1853 S. 402, 23.

14. Zweihenklige Schale. H. 0-14. D. 0 225. S. Conturzeichn. m.
R. Sehr zierlich. Aus Vulci. Ehemals CandelorL F. — A. Ueber
einem die Aussenwand der Schale theilenden schwarzen Strich, nach
1. gewendet, ein Frauenkopf in zierlicher rother Haube, mit Ohr-
ringen und Halsband; an der Schulter sieht man das rothe Gewand.
Unter dem Strich: SAKONIAE5- EAPA<i><;.. — B. Ueber dem Strich
ein ähnlicher Frauenkopf, unter demselben: TLENTOLEMO^E
TOIESEN. — Beschr. (wenn die von Brunn als wahrscheinlich an-
genommene Identität feststeht) Rapp. volc. p. 75, 729 und (mit
einem Fehler in der Inschr., wie Brunn richtig vermuthet) Denkschr.
d. Wiener Akad. I. Bd. S. 288, 5. Vgl. Brunn griech. Künstl. II
737 f. Sakonides mit Frauenköpfen: München 27.

15. Desgleichen. H. 0*145. Zierlich, mehrfach gebrochen. F.
— A. Von beiden Henkeln geht eine schwarze Ranke aus, spaltet
sich und trägt eine Palmette. Dazwischen: TLESON HO NE PXO
EPOIE^EN. — B. Dasselbe Ornament. In der Mitte: TLESON HO
NEAPX. — Erwähnt (mit Lesefehler) Denkschr. d. Wiener Akad.
I. Bd. S. 288, 4.

16. SalbgefäSS in Form eines weiblichen Beines. H. 0'2.
Ein bis über die halbe Wade hinaufreichendes Stiefelchen, vorn ge-
schnürt, darüber eine Palmette, seitwärts Rosetten, ist mit schwar-
zer und rother Farbe aufgemalt. Auch die Kniescheibe ist mit
einer Rosette geschmückt, ähnlich ist das obere Ende unter dem
schmalen Hals und die breite Mündung geziert. — Abgeb. Font.
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