Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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und bordirter, von Schlangen umringelter Aegis, behelmt, den run-
den Schild vorstreckend und die Lanze zückend, schreitet von r.
her einer Frauengestalt entgegen, die im Chiton und Mantel mit
langen Locken vor ihr steht und beide Hände (adorirend?) erhebt.
— B. Auf einem Bema stehen sich zwei Knaben gegenüber. Der
Kleinere 1. trägt den Mantel so, dass der r. Arm sammt der
Schulter frei bleibt und hat beide Hände in gleicher Höhe mit den
Flächen gegeneinander erhoben. Der Grössere r. in langem Chiton
ist ganz in den Mantel eingehüllt und hat ein Band im Haar. Zu
beiden Seiten des Bema je ein bärtiger Mann. Der Eine 1. in nach-
lässig umgeschlagenem Mantel, so dass der Oberkörper fast völlig
nackt ist, stützt sich vorgebeugt auf einen Stab. Der Andere r.
sitzt, bis an die Fingerspitzen in den Mantel eingehüllt, auf einem
Klappstuhl mit Thierfüssen.

19. Zweihenklige tiefe Schale H. 0-11. Flüchtige Zeichnung. S. — Auf
beiden Seiten wiederholt: Athena in Chiton Mantel und federgeschmücktem Helm
erhebt den Schild und schwingt die Lanze gegen einen vor ihr ins Knie gesunkenen
nackten hochbehelmten Krieger (Giganten), der auf den Schild sich stützt und eine
Lanze hält. Beiderseits ein Lorbeerbaum. — Abgeb. Sart. Erwähnt Arch. Anz. 1853
S. 402, 21.

20. Zweihenklige Schale (N. 11). H. 0-075. Gefäss schwarz. Flüchtige
Zeichnung. F. — Beiderseits wiederholt: Zwischen zwei Palmetten schreitet Athena
nach r. (in Chiton Mantel und Aegis über dem vorgestreckten 1. Arm), mit der R.
zum Stosse ausholend (die Lanze ist nicht gemalt).

[20*.j „Eine kleine archaische Amphora. Auf jeder Seite ein mit zwei
Flügelpaaren anf den Schultern versehener (auf der einen Seite hat er die zwei
Flügel am Kopfe) und einen Krummstab gehoben haltender Mann, der zu einem
andern vor ihm stehenden spricht." — Ges. Papasliotis Arch. Anz. 1853 S. 401, 8.

21. Zweihenklige Schale, Jetzt in zwanzig grössere und
einige kleinere Stücke gebrochen, doch fehlt kein erheblicher Theil.
Nach Gerhard auf Aegina gefunden. H. 0*08. Gefäss gelb. F.

A. Zwischen zwei zierlichen Palmetten drei nach r. bewegte
Figuren: Silen zwischen zwei Dienern des Midas. Voran geht
OPEIOS-, bärtig, bekränzt, eine bordirte Chlamys über beiden
Schultern, in der L. einen vollen haarigen Schlauch, mit der R. das
1. Handgelenk des zaghaft hinter ihm schreitenden nackten ithy-
phallischen 5-ILEN05. umspannend. Weitausschreitend folgt ein
zweiter bärtiger Diener des Midas (O EP VT AI) eine bunte reich
bordirte Chlamys über beiden Schultern. Er berührt ihn mit der L.,
wie um ihn vorwärts zu schieben, und hält in der R. einen kranz-
artig zusammengelegten Strick. — B. Drei tanzende Figuren zwi-
schen zwei Palmetten. R. hüpft mit emporgeworfenem r. Bein nach
1. ein nackter bärtiger bekränzter Mann, der in der erhobenen L.
ein kleines Trinkhorn hält: ENTEAOKPATE^. In der Mitte
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