Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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R. an das nicht sichtbare Schwert. Der Andre springt mit hochgeschwungener
Lanze (Schildz.: Löwe) auf ihn zu. R. drei Kämpfer. In der Mitte kniet ein Krieger
in gedeckter Stellung (Schildz.: Stierkopf), über ihm holen der eine mit länglichem
(Schildz.: Löwe), der andere mit rundem Schild (Schildz.: Schlange), mit den
Lanzen weit nach rückwärts aus. Im Feld Zweige.

39. Amphora (M. 40). H. 0-28. Gefäss gelb. F. — A. Vor einem Palm-
baum schreitet ein bartloser Mann in langem Chiton und kurzem stolaförmigem
Mantel, ums Haupt eine Binde, nach r., auf einer grossen siebensaitigen Leier, die
an seiner 1. Schulter hängt, spielend, in der R. das an einem Bande hängende
Plektron. — B. Hinter einem Palmbaum duckt sich ein riesenhafter bärtiger Krieger
mit eingelegter langer Lanze und vorgestrecktem rundem Schild vorsichtig zur Erde.
Unter den Henkeln des Gefässes je ein Dreifuss. — Abgeb. Font.

40. Zweihenklige Schale (M. 12). H. 0-085. F. — A. Zwischen zwei
grossen Augen ein Reiter nach r., hinter seinem Rücken fliegt ein Vogel nach r.
Zwischen den Augen und den Henkeln flieht je eine männliche Gestalt mit umge-
worfener Chlamys, zurückblickend. — B. Zwischen zwei grossen Augen steht vor
einem nackten Reiter eine nackte männliche Figur, abgewendet aber zurückblickend,
und drückt beide Hände auf den Leib. Zwischen den Augen und den Henkeln
flieht je eine Frauengestalt in langem Gewände, mit lebhafter Armbewegung zurück-
blickend. — I. Ein sehr fein ausgeführtes Gorgoneion mit ehemals weissen Zähnen.
— Abgeb. Font.

41. Desgleichen (M. 12). H. 0 05. Sehr flüchtig. F. — Im Wesentlichen
beiderseits wiederholt: Ein wie es scheint nackter Mann naht vorsichtig mit vor-
gestreckten Händen einem Andern, von dem Kopf und Schultern, sowie die ge-
schlossenen Beine vom Knie abwärts sichtbar sind; das Uebrige ist verdeckt von
einem grossen weissen Hahn, der sich umsieht. Hinter dem ersten Manne entweicht
ein Dritter, mit erstaunter Geberde zurückblickend. Zu beiden Seiten sitzt, den
Henkeln zugewendet, je eine Sphinx mit orientalisch stilisirten Flügeln.

42. Amphora (M. 62). H. 0-25. F. — Dionysos in langem Chiton und
Mantel, bärtig, bekränzt, steht, die R. unter dem Mantel, in der L. ein grosses
Trinkhorn, einer weiblichen mit doppeltem Gewand bekleideten Gestalt (Ariadne)
gegenüber, die wie trauernd das Haupt senkt und die R. mit dem Mantel zum Ge-
sicht führt. Auf beiden Seiten entfernt sich je ein nackter bärtiger spitzohriger
Satyr, sich umsehend, indem er die eine Hand auf die Brust, die andere auf den
Rücken legt. — Abgeb. Font.

43. Schüssel (M. 6). H. 0-07. D. 0-071. S. — A. Zwischen zwei Pal-
metten sitzt ein Mann in langem Gewände rechtshin auf einem Klappstuhl und
sieht sich um, indem er ein grosses Trinkhorn auf dem Schoosse hält. — B. Die-
selbe Vorstellung. — Abgeb. Sart.

44. Zweihenklige Schale (M. 8). H. 0-075. D. 0-13. Sehr flüchtig. Ge-
fäss schwarz mit rothem Bande. F. — A. Zwischen zwei Palmetten drei Figuren
im Mantel. Ein Mann sitzt auf einem Klappstuhl, ein Anderer steht mit überge-
schlagenem Bein, auf seinen Stab gestützt, die L. in die Seite gestemmt, vor einer
weiblichen Gestalt, die umblickend sich zu entfernen scheint. — B. Zwischen zwei
Palmetten gleichfalls drei Figuren im Mantel. Eine weibliche Gestalt mit erho-
benem Arme umblickend, neben ihr ein undeutlicher Gegenstand (Korb) am Boden.
Ein bärtiger Mann, das eine Bein übergeschlagen, die L. in die Seite gestemmt,
auf einen Stab gelehnt vor einer weiblichen Gestalt, die umsehend wegzugehen
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