Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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waren seitlich ausgestreckt und erhoben, weder Mütze noch sonstige
Beigaben sind vorhanden.

X. Marmorstatue, 0*50 h., zu Karlsburg in der bischöflichen
Bibliothek, ehemals Besitz Bathyani26). Aus einem Felsstücke, um
welches eine Schlange gewunden ist, erhebt sich von den Hüften
aufwärts der junge Mithras. Kopf und beide Arme abgebrochen.

XI. Statue aus Sandstein, 0*60 h., 042 br., aus dem Mithraeum
zu Deutsch-Ältenburg, jetzt im k. k. Münz- und Antikencabinet27).
Aus dem Felsen erhebt sich von den Knieen aufwärts der Gott,
neben dem r. Schenkel die Ueberreste einer Schlange. Kopf und
beide Arme fehlen.

XII. Bruchstück einer Marmorstatue sammt Basis, beifolgend
zum ersten Mal abgebildet.

Dasselbe wurde von mir in einem Bauernhause zu Deutsch-
Altenburg in einer Wand eingelassen und mit dickem Mörtelbewurf
verdeckt gefunden; 1876 kam es durch Vermittlung des Herrn C.
Hollitzer in das k. k. Münz- und Antikencabinet28). Auf einem
viereckigen, 0'37 br., 0"18 h. Blocke, dessen r. Seite deutlicher als
die 1. felsenartig eingehauen ist, so dass die Inschrift wie auf einer
Platte vor dem Felsen steht, sind noch die (soweit erhalten 0'12 h.)
Ueberreste einer Darstellung der Mithrasgeburt vorhanden. Aus
einem fast halbkreisförmigen Steinhaufen erhebt sich der 1. Ober-
schenkel des Gottes, von dem r. lassen sich noch einige Spuren

26) Vgl. v. Koppen a. a. 0. S. 11; Neigebsuer a. a. 0. S. 163 n. 308 abgeb.
bei Hammer PI, XI 1,

27) Inventar-Nummer 198c; vgl. v. Sacken über die neuesten Funde zu Car-
nuntum Wiener Sitz. Ber. pbil.-histor. Cl. 1853 S. 340 f.

5S) Inventar-Nummer 363 (vgl. arch.-epigr. Mitth. I p. 139 f.).
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