Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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k), l) zwei der Figur i vollkommen entsprechende Gestalten
auf je einer kleinen Mithrasplatte im Pester Nationalmuseum (beide
uncdirt);

m), n), o) zweifelhaft bleiben die kleine Gestalt unter dem Sol
bei der bemalten Mithrasplatte aus Rom {Bull. d. commiss. arch.
mitnic. 1874 Tav. XX); die Figur 1. bei der Gruppe Chiaramonti
(Lajard PI. XCVIII, 2 vgl. Zoega a. a. O. n. 5° S. 148, 168) weil in
beiden die kleine Gestalt bekleidet erscheint, und schliesslich das
Fragment aus Sens in Frankreich (Musee gallo - Romain de Sens
PI. XXVIII, 2). E. MAIONICA

Drei Votivhände aus Bronze

(Taf. in und IV)

In seinem bekannten Aufsatz „über den Aberglauben des bösen
Blicks bei den Alten" hat 0. Jahn1) die antiken Votivhände aus
Bronze, soweit sie hineinreichen in den Vorstellungskreis, den jene
überaus erspriessliche Arbeit umspannt, einer summarischen Prüfung
unterzogen. Sechs Jahre später hat J. Becker in der Schrift „die
Heddcrnheimer Votivhand"") sich weitläufiger mit diesem Gegen-
stand befasst, ohne indessen durch neue Exemplare von wesent-
licher Bedeutung oder durch Anwendung neuer Gesichtspunkte die
Fragen, welche Jahns Besprechung offen gelassen, ihrer Lösung
näher zu bringen. Seine „vervollständigte und weitergeführte Ueber-
sicht aller bis jetzt bekannt gewordenen Bronzehände" fügt zu der
von Jahn ins Auge gefassten und durch sechszehn Exemplare be-
legten Gattung, welche charakterisirt ist durch die drei ausgestreckten
ersten und die eingeschlagenen zwei letzten Finger, sowie durch die
Ausstattung mit prophylaktischen Thieren und Gegenständen, nur
ein E: emplar: die in der Bibliothek des Hospitiums auf dem grossen
St. B rnhard aufbewahrte Votivhand, die im Jahre 1861 von H.

J) Ber. d. sächs. Ges. d. Wissensch. 1855 S. 28 ff., s. besonders S. 101 ff.

'') Der vollständige Titel lautet: Die Heddernheimer Votivhand, eine römische
Bronze aus d. Römer-Büchner'schen Sammlung, der XX. Versammlung deutscher Phi-
lologen, Schulmänner und Orientalisten vorgel. v. d. Vereine f. Geschichte und
Altertumskunde zu Frankfurt a. M. 1861.
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