Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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Ercsi*). Auf der Latldstrasse, die am herrschaftlichen Parke von Ercsi
vorbeizieht, fand Herr Karl Szäsz einen Votivstein mit gut erhaltener Inschrift, wo-
von er im „Szekesfehervär" **) eine Abschrift veröffentlicht:

ter a • m
atri ■ fl ■
maxim
i n a

v-sl-m

Ganze Höhe ü'85, Breite 0*45, Dicke 0-32; Höhe der Schriftfläche 0*35, Breite
0-28, Höhe der Buchstaben 0 05.

Adony (Vetus Salina). Vermuthlich von hier stammt das Fragment einer
kleinen Bronzetafel, die ähnlich den tdbulae honestae missionis oblong gewesen;
Ausdehnung in der Längenachse 0*031^, grösste Breite 0-052; an zwei Stellen mit

ti • cl P

p att,

/

lO pvi

Loch versehen. Vidi; Romer A. Kk. XI, S. 38 n. XXIII. Römer hat unter cla
als Anfang einer Zwischenzeile n und in der 3. Zeile statt p nur r. Das Täfel-
chen ist im Besitze des Grafen Ferdinand Zichy jun. in Adony.

Duna-Pentele (Intercisa). Ein Ziegel mit fragmentarischem Cohorten-
stempel im Nationalmuseum (1877) ist vermuthlich auf die Cohors VII Breucorum

coh vi

zu ergänzen, deren Aufenthalt in Duna-Pentele durch zahlreiche Stempel sicher-
gestellt ist. — Ausserdem hat das National-Museum im Jahre 1877 von hier Terra
sigillata - Bruchstücke erhalten, zum Theile mit figuralen und decorativen Darstel-
lungen in Relief.

Zador-Imsös. a) im Donaubette fand ein Bewohner von Dunapataj einen
Ziegel mit Stempel; Museum in Gödöllö. Romer A. Kk. XI S. 41 N. XXXI:

cofarjwvxentiar

b) Vermuthlich ebendaher stammt ein anderer Ziegel mit Stempel; ebenfalls
im Gödöllöer Museum. Römer A. Kk. XI S. 41 n. XXXII:

*) Römer setzt, entgegen Mommsen C. DU p. 136, welchem Matrica mit
Batta identisch ist, Campona hierher. Vgl. Römers Karte in Acta Nova Musei
Nationalis I Budapest 1873. Campona's genaue Lage kann füglich noch als offene
Frage gelten.

**) Nummer vom 12. März 1877 S. 152.
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