Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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Chiton, das ihm folgend mit der R. einen Ball emporschlägt. Dazwischen eine Ranke.
— B. Zwei Mantelknaben, dazwischen eine Ranke.

80. Desgleichen. H. 0'25. Flüchtig. F. — A. Rechts von einer dorischen
Säule steht nach 1. ein Mädchen im ungegürteten Chiton, dessen Ueberschlag bis
über die Kniee herabfällt, mit aufgelösten Haaren, die L. an den Schenkel legend,
mit der R. den Saum des Ueberschlages verschämt erhebend; 1. von der Säule nach
r. ein nackter Jüngling, der, auf einen Stab gestützt, das Mädchen ansieht und die
R. auf seine Scham legt [?]. — B. Zwei Mantelknaben, einer mit Stab, dazwischen
eine Stele.

81. Hydria. (N. 49.) H. 0-39. Anmuthig. S. — L. hält ein nackter Jüng-
ling mit shawlartig umgelegter Chlamys und Sandalen, die R. in die Seite gestemmt,
auf dem Rücken der L. ein Vögelchen. R. steht nach 1. ein Mädchen im einfachen
Chiton mit aufgebundenem Haar, die L. in die Seite g*estemmt, die Rechte über
dem Vogel haltend, um ihn zu liebkosen oder hinzunehmen; r. von ihr nach 1. ein
zweiter Jüngling, dem ersten gleich, die R. erhebend, in der L. einen Thyrsos. —
Bei dem Mädchen steht von einem Fälscher eingekratzt und mit rother Farbe aus-
gefüllt H' H" PA. — Abgeb. (ohne die Inschr.) Sart.

82. DeckelgefaSS. (M.&83.) H. 0-12 (dabei ein nicht zugehöriger Deckel).
Anmuthig und flüchtig. S. — A. Ein Mädchen im einfachen Chiton und Haube
hält lächelnd mit der R. ein Vögelchen bei den Flügeln, Unten ein Kästchen (Vogel-
käfig?). — A. Ein Jüngling, den Mantel um den 1. Arm gewickelt, sieht auf seinen
Stab gelehnt sich lächelnd um. — Abgeb. Font.

83. Glockenförmiger Krater. (M. 54.) H. 0*31. F. — A. Auf niedrigem
Pfeiler sitzt nach r. Eros, die Füsse auf der Unterplatte, in beiden Händen ein
Kästchen mit offenstehendem Deckel, in welches ein Mädchen in Chiton Mantel und
gestickter Haube hineinlangt. R. von demselben steht nach 1. auf seinen Stab ge-
stützt ein Jüngling, nackt, beschuht, den 1. Arm mit der Chlamys umwickelt. —
B. Drei Mantelknaben. — Abgeb. Font.

84. Pelike. (M. 38.) H. 0-305. Flüchtig. S. — R. sitzt nach 1. ein Mäd-
chen im einfachen Chiton auf ihrem um die Beine geschlagenen Mantel, das Gesicht
en face in sinnender Haltung. Oben hängt eine Binde. L. steht nach r. ein nackter
Jüngling, dessen Mantel auf die nebenstehende kleine Stele gesunken ist, in der L.
ein offenstehendes Kästchen, mit der R. den Kranz auf seinem Haupte berührend,
umblickend nach einem zweiten Mädchen im einfachen Chiton, das den 1. Fuss hoch
aufstellt und ihm in der R. einen Kranz bietet. Davor eine Ranke. — B. Drei
Mantelknaben.

85. Desgleichen. 11. 0'28. Feine flüchtige Zeichnung mit weissen und
gelben Theilen. F. — A. In einem Lehnstuhl sitzt nach 1. eine Frau im unge-
gürteten Chiton und um die Beine geschlagenen Mantel mit niedrigem thurmartigem
Kopfaufsatz, mit dem 1. Ellbogen aufgestützt, die Füsse auf breitem Schemel, in
den Händen einen offenen Kranz. L. steht nach r. mit übergeschlagenem Bein und
auf eine Stele gestütztem 1. Ellbogen ein Mädchen im doppelten Chiton mit
aufgeknotetem Haar und vorgestreckter R., vor demselben nach r. ein nackter Jüng-
ling, die Chlamys um den 1. Arm gewickelt, in der R. einen Ball. — B. Zwei
Manteljünglinge, der eine mit einer Tänie in der R. Dazwischen eine Stele, oben
ein Kranz. — Abgeb. Font.

86. Skyphos. (M. 10.) H. 0-14. Nachlässig. F. — A. Ein bärtiger nackter
Satyr hält gebückt mit beiden Händen eine Lade (der Inhalt undeutlich) einem
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