Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 135
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Pfeiler gestützt, in der L. den Thyrsos, die R. hebend; r. von ihm nach 1. ein
Mädchen in kurzem (bis über das Knie reichendem) Chiton, in der L. einen Eimer,
die R. hebend; 1. nach r. ein zweites Mädchen in langem doppelt gegürtetem Chiton
denselben an der r. Schulter verschämt emporziehend, die L. hebend. — B. Dre
Mantelknaben.

115. Desgleichen. H. 0'35. Zierlich. F. — A. L. von einer viereckigen
Ära steht nach r. ein nackter bekränzter Satyrjüngling mit Stumpfnase und Spitzohren,
doch ohne Rossschweif, in der R. einen Lorbeerstamm, auf der L. ein Tympanon;
r. nach 1. ein Mädchen in Chiton und Schmuck, in der L. einen verzierten Thyrsos,
in der R. einen Kranz. Oben hängt eine Traube. — B. Zwei Manteljünglinge,
dazwischen unten eine Ranke, oben ein Kästchen.

116. Desgleichen. H. 0"3. Feine Zeichnung. F. — A. Auf einem Felsen
sitzt nach r. ein Mädchen in einfachem Chiton, mit der R. auf ein Tympanon ge-
stützt, auf der L. eine Schale; r. steht nach 1. ein nackter Jüngling (Chlamys
shawlartig umgeworfen), auf einen Thyrsos gestützt, in der vorgestreckten R. einen
Kranz. Im Feld Traube Kästchen und Binde. — B. Zwei Manteljünglinge, der
eine mit Stab.

117. SkyphoS. (M. 7.) EL 0*1. F. — A. Ein Satyr mit Haarbinde Fackel
(r.) und Fruchtschale (1.) eilt umblickend nach r.; oben ein Kranz. — B. Ein
Mädchen in Chiton und Schmuck steht nach L, 1. auf einen Thyrsos gestützt, in der
vorgestreckten R. einen Kranz.

118. Desgleichen (mit für den Deckel eingekerbtem Rande). H. 0-075. S.

— A. Ein nackter bekränzter Satyr hält mit der L. einen Spiegel über einer Ära,
auf welcher ein Ei liegt. Oben ein Kästchen (?) ohne Boden und Deckel. — B.
Ein Frauenkopf mit Stirnkrone u. a. Schmuck. — Abgeb. Font.

119. Desgleichen. H. 0*08. S. — A. Auf volutengeschmücktem Sitz nach
1. ein bekränzter Satyr, auf der R, eine Schale mit Blatt, in der L. eine Traube.

— B. Auf felsigem Sitz nach 1. ein Mädchen im Chiton, auf der R. eine Schale mit
Blatt (zwischen den Fingern einen Zweig), in der L. eine Traube.

120. OinOChoe. (M. 59.) H. 0-22. S. — Eros weibisch ge-
bildet und geschmückt fährt zwischen Lorbeersprossen nach r. auf
einem von zwei fliegenden weissen Schwänen gezogenen Wagen, mit
beiden Händen die Zügel (eingeritzte Linien) festhaltend. — Ab-
geb. Sart. Dieses Gefäss scheint dasselbe zu sein, welches Arch.
Anz. 1853 S. 402,9 als „Olpe: zwei Schwäne ziehen einen Wagen,
auf welchem eine Nike oder Fama fährt", beschrieben ist.

121. LekythoS. (M. 72.) H. 0-19. S. — Eros in Schuhen, weiblichem
Schmuck und Haarputz sitzt nach 1. auf seiner 1. Ferse, in der R. eine gestielte
Pfanne (Spiegel?) emporhaltend, in der L. eine Ranke. — Abgeb. Sart.

122. OinOChoe. (M. 65 mit vier Reliefmasken am Rand und an den Henkel-
ansätzen.) H. 033. Sehr flüchtig. F. — Eros weichlich und geputzt sitzt nach
L auf grasbewachsenem Fels, auf der R. einen grossen Korb mit undeutlichem
weissem Inhalt, zwischen den Fingern mit Rosetten und Blumen besetzte Schnüre,

123. Aryballos. (P. 114 doch mit höherem Fuss und mehr gedrücktem
Bauch.) H. 0*135. Sehr nachlässig. F. — Eros mit Perlenschnüren und Binden
reich geschmückt sitzt nach 1. mit Fruchtschale (r.) und Blatt (1.), vor ihm ein
Lorbeerspross. —- Abgeb. Font.
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