Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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und hält mit beiden Händen eine sehr lange Tänie. R. steht nach 1. ein Jüngling,
bekränzt, die Chlamys über den Armen und hält in beiden Händen einen Palm-
zweig, Kühlung fächelnd über dem Haupt der Sitzenden. L. steht nach r. ein zweiter
bekränzter Jüngling mit Chlamys, r. einen Stab aufstützend, die L. nach der Tänie
des Mädchens ausgestreckt. Eingekratzt und roth ausgefüllt steht bei ihm HNIKH,
über dem Mädchen TIMH beim ersten Jüngling KE (Fälschungen). — B. Drei Mantel-
knaben mit dicken gelben Kopfbinden. — Abgeb. (A. ohne die Inschr.) Font.

177. Amphora mit Stangenhenkeln. (N. 102.) H. 0-49. Roh und flüchtig.
F. — A. Ein Mädchen im Chiton und Mantel sitzt nach 1. auf Steinen, umblickend,
die L. unter dem Gewand, in der R. einen Spiegel. R. steht nach 1. ein Jüngling
auf einen Stab gelehnt, die vom Rücken fallende Chlamys mit den Knien fest-
haltend, auf der R. ein Körbchen mit Schwan oder Grans, in der L. eine Strigilis.
L. steht nach r. ein zweiter Jüngling, den 1. Fuss auf ein Felsstück setzend mit
(1.) Chlamys und Traube und (r.) Fackel. — B. Drei Manteljünglinge, zwei mit
Stäben, der dritte mit Kästchen. Oben ein Diskos.

178. Glockenförmiger Krater. (M. 54.) H. 0-31. F. — A. R. von einer

niedrigen Stele steht nach 1. ein bekränzter Jüngling, die über dem 1. Arm und dem
Rücken liegende Chlamys fassend und eine Lanze aufstützend; 1. schreitet nach r.
ein Mädchen mit Doppelchiton und Haube, hält r, eine Schale und macht mit der
L. die Geberde einer Einschenkenden. — B. Zwei Manteljünglinge, einer mit Stab.

179. Hydria. (N. 51.) H. 0-31. F. — Ein Mädchen im einfachen Chiton sitzt
nach r. auf einem Felsen und hält eine Gans; r. steht nach 1. ein zweites Mädchen
in gleicher Tracht mit einem Kranz in der R.

180. Desgleichen. H. 0-26. Flüchtig. S. — Auf doppelter Basis mit weissem
Ranken- und Palmettenornament steht ein Kästchen; r. davon nach 1. ein Mädchen
w. o. mit Kästchen in der L. und ausgestreckter R.; 1, nach r. ein zweites w. o.
mit Fruchtschale in der ausgestreckten R.

181. Oinochoe. (M. 61 mit Reliefmasken.) H, 0'28. Saubere Zeichnung. S. —
Ein Mädchen w. o. mit Haube sitzt nach 1. auf ihrem um die Beine geschlagenen
Mantel 1. aufgestützt und hält r. eine Oinochoe. L. steht nach r. ein bekränzter
Jüngling, das r. Bein übergeschlagen, auf einen Stab gelehnt, den Mantel shawl-
artig umgelegt, in der vorgestreckten R. einen mit Reihen von Perlen besetzten
Kranz. Ueberall Füllschmuck.

182. Hydria. (N. 51.) H. 0-28. F. — Ein Jüngling mit hoher Fussbekleidung
sitzt nach 1. auf seinem Gewände und hält r. einen in der Mitte mit einer Schleife,
oben mit langherabhängender gelber Tänie geschmückten Lorbeerstamm, 1. eine
Schale mit Zweig und eine Tänie. L. steht nach r. eine Frau in Chiton Mantel
weissen Schuhen und reichem Schmuck mit (r., ausgestreckter Zeigefinger) gelbem
Spiegel und (1.) Kästchen mit aufstehendem Deckel, zwischen den Fingern perlen-
besetzte Tänie. R. ein Lorbeerspross.

183. Desgleichen. H. 0-24. Flüchtig. F. — R. von einer weissen Stele steht
nach 1. ein Mädchen im einfachen Chiton, die L. in die Hüfte gestemmt, mit der
R. einen Ball emporschlagend; 1. nach r. ein Jüngling mit Mantel, die R. in die
Hüfte gestemmt.

184. Pelike. (M. 39.) H. 0-325. S. - A. Ein Jüngling mit Tänie sitzt nach
1. auf seinem Gewände 1. aufgestemmt, die R. vorgestreckt. L. steht nach r. ein
Mädchen w. o. auf der vorgestreckten L. eine Schale. — B, Zwei Mantelknaben.
Im Feld Disken und ein Zweig.
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