Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 148
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2. Zeus.

H. 0*070. Abgebrochen das r. Bein in der Mitte des Schienbeins, das 1.
Bein nahe über dem Fuss. — Gekauft von einem griechischen Händler; angeblich
aus Athen.

Z., — I. Standbein — nackt bis auf die Chlamys über der
1. Schulter, hält in der gesenkt vorgestreckten R. den Blitz; die L.
ist aufgebogen und durchbohrt. Ein kurzer Vollbart umrahmt das
Gesicht, dessen Augen vertieft sind, um mit einem anderen Metalle
eingelegt zu werden. Im gescheitelten Haar liegt ein Blätter kränz,
die Bänder desselben fallen auf die Schultern.

Vgl. Overbeck a. a. 0. S. 147. 6. Classe 9. Gruppe.

3. Zeus.

H. 0'085. — Abgebrochen beide Füsse und der vordere Theil des Blitzes.
— Aus O-Szönyi.

Z., nackt — r. Standbein, das 1. etwas zurückgesetzt — hält
in der gesenkt vorgestreckten R. den Blitz, die L. ist stark erhoben.
Der bärtige Kopf ist nach r. gewendet, in dem emporgesträubten
Haar liegt eine Binde.

Vgl. a. a. O. S. 151. 7. Classe 11. Gruppe.

4. Zeus.

H. 0"08. — Abgebrochen der r. Arm gleich unter der Schulter und beide
Füsse; beschädigt die 1. Hand. — Aus Deutsch-Altenburg.

Z., nackt, 1. Standbein, das r. etwas zurückgesetzt. Der 1.
Arm ist erhoben und gegen den Kopf bewegt, die Hand scheint
durchbohrt zu sein, die R. war gesenkt. Der Kopf ist bärtig, im
Haar liegt ein Diadem, dessen Bänder auf die Schultern fallen.

In der Haltung ähnlich die Statuette des Wiener Münz- und
Antikencabinets n. 1136, abgeb. bei Overbeck a. a. 0. S. 152 Fig. 18.

5. Athene.

H. 0'145. — Abgebrochen die r. Hand. — Beschrieben und abgebildet: Gais-
berger Archäologische Nachlese taf. la lb. — Aus Wels.

A. — 1. Standbein, das r. etwas zurückgesetzt — erhebt
den r. Arm (nach 1.), die L. hängt herab. Auf dem Kopf mit ge-
welltem Haar trägt sie den korinthischen Visirhelm mit hohem
Kamm. Bekleidet ist sie mit Chiton und Mantel, der in einem
starken Wulst quer über den Leib liegt und in einem breiten Zipfel
von der 1. Schulter herabfällt. Auf der Brust liegt die aus zwei
dreieckigen Stücken gebildete Aigis, an deren vier Enden sich
Schlangen ringeln. Die Füsse stecken in Schuhen,

Im Schema der Pallas Giustiniani.
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