Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 153
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Ganz identisch ist der Erot: v. Sacken, die antiken Bronzen
des k. k. Münz- und Antikencabinets, Taf. XIV 1, dessen Fundort
unbekannt ist.

24. Erot.

H. 0 095. — Abgebrochen das 1. Bein unter dem Knie und die Flügel auf
dem Rücken. — Aus O-Szönyi.

Analog n. 23. Auf r. Fuss stehend, die R. erhoben, die L.
gesenkt- in der L. sind Reste eines Attributes erhalten.

25. Erot, auf einer Kugel.

H. 0112. — Aus O-Szönyi.

Gleich n. 24. Die L. zeigt kein Attribut: im Rücken Ein-
schnitte für die Flügel.

26. Erot, auf einer Kugel.

H. 0-128. — Aus O-Szönyi.

Gleich n. 24. 25. Die L. hält einen Gegenstand, der einem
Alabastron oder Beutel gleicht: im Haar liegt eine Binde, darüber
ein Haarknoten. Es fehlt eine Andeutung der Flügel.

N. 24—26 mögen wegen ihrer gleichmässig rohen Ausführung
trotz ihrer verschiedenen Dimensionen zu demselben Geräth gehört
haben. Die Arbeit von n. 23 ist viel besser. In die erhobenen Hände
wird man am wahrscheinlichsten Fackeln ergänzen.

27. Erot, reitend.

H. 0-07, L. 0-05. — Gekauft in Paris.

E., nackt, mit grossen geschwungenen Flügeln, sitzt ganz vorn
auf dem Nacken eines sprengenden ungezäumten Pferdes, welches
den Kopf mit geöffnetem Maul etwas zur Seite wendet. Die R.
liegt auf dem Schenkel des Knaben, die L. am Hals des Pferdes.
Auf dem Kopf ist ein starker Ring befestigt, an welchem ein zweiter
steckt und in diesem ein Haken. Die Fussplatte mit einer Stütze
unter dem Bauche ist erhalten.

Das Ganze scheint als Laufgewicht gedient zu haben.

28. Erot, knieend.

Vom r. Fuss bis zum Kopf 0 065. — Abgebrochen der r. Fuss. — Gekauft
von einem griechischen Händler; angeblich aus Athen.

E., nackt mit ausgespannten Flügeln, kniet auf dem 1. Knie,
in dessen Scheibe ein Loch zur Befestigung auf einem Geräth an-
gebracht ist. Das r. Bein ist gerade zurückgestreckt. Die R. ist

Archäologisch-epigraphische Hitth. II. 11
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