Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 158
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H. 0-112. — Aus Belgrad.

N., gegen den Beschauer bewegt, im Chiton mit unter der Brust
gegürtetem Ueberfall, hält in der vorgestreckten R. einen Kranz,
in der gesenkten L. einen Palmzweig, welcher an Arm und Schulter
anliegt. Der Kopf mit starker Nase ist zu gross, auf dem Kopfe
zwei Toupes.

45. Tyche.

H. 0*07. — Abgebrochen der mittlere Theil des Ruders und der obere des
Füllhornes. — Herkunft unbekannt.

T. — r. Standbein — in Chiton und Mantel, hält in der gesenkten
R. das Ruder, in der gesenkten L. das Füllhorn mit Blättern und
Früchten. Auf dem Haupte Stephane und Modius, auf die Schultern
fällen Locken herab.

46. Tyche.

H. 0-144. — Der r. Arm ist verbogen, das Euder fehlt. — Aus O-Szönyi.

Gleich n. 45, das Haar ist im Nacken in einen Schopf zusammen-
genommen.

47. Tyche.

H. 0-13. — Es fehlt das Ruder. — Gefunden (1868) in Wels, im Brau-
haus des Friedrich Thanner beim Graben des Märzenkellers, 6 M. unter der Ober-
fläche.

T. — l. Standbein — in kurzärmeligem Chiton und Mantel mit
Schuhen. Auf dem gewellten Haar, das hinten zu einem Schopf zu-
sammengenommen ist, ruht eine Mauerkrone. Handhaltung und Attri-
bute wie n. 45. 46, nur ist der 1. Arm etwas aufgebogen. Die Augen
waren eingesetzt.

Besonders in den Falten zeigen sich starke Spuren der Ueber-
arbeitung nach dem Gusse.

48. Tyche.

H. 0*095. — Abgebrochen der mittlere Theil des Ruders. — Gekauft ron
einem griechischen Händler; angeblich aus Athen.

T. im Chiton mit Ueberschlag und Mantel, gleich n. 45, doch
zeigt das Füllhorn keine Blätter.
Gute Arbeit.

49. Lar.

H. 0 058. — Abgebrochen das Rhyton. — Gekauft in Chartres.
Jugendlicher L., rasch gegen den Beschauer schreitend, den r.
Fuss vor dem 1., die Füsse durch eine Standplatte verbunden, be-
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