Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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etwa: Imp. Caesari divi) Nerv[ae f. Nervae Traiano au]g. Germ.
[Dac. pont. max. tr. pot. . . . i]mp. VI . . cos ... Die 6. imperato-
rische Acclamation dürfte ins Jahr 107 fallen, vgl. Mommsen zu
Corp. III, 550, doch ist die Ziffer am Schlüsse vielleicht nicht voll-
ständig erhalten.

3. Kleine Ära von Sandstein, 0"17 h., 011 br., 0*10 d., mit
schlechter Schrift des dritten Jahrhunderts:

0 S O IL

1 VI C i o

/posvur

AfELLv

= de]o Soli i]nvicto posuit .. ac{?)ellu[s]. Die Lesung der letzten
Zeile ist nicht sicher.

4. Kleine Marmortafel, 0'098 h., 0-08 br., 0>02 d., darüber 1.
zwei kleine (weibliche ?) Ftisse mit Grewand bedeckt, r. ein grösserer
rechter Fuss, der Rest abgebrochen. Gefunden am 9. October auf
einem erhöhten Punkte in der östlichen Hälfte des Burgfeldes. Die
Inschrift ist nur auf der rechten Seite fragmentirt, die Schrift klein
und nicht sorgfältig, wohl aus dem 3. Jahrhundert:

5)

10)

D IVLVICToRIND IVL-V

D V A T JWv NSETVS K SEPT,

D-CL ROMVLVS KBVCV/0

D IVL-JWvXIMIN KIVL - i

D IVLVRSVS KAVR

D A Q_V VRSINVS KAEMIL

D VLPSENECIO KVAL K

C Pol SENECIAN KCORN

EQ_DCEST- SILVNWS DI'N-V"1,

D B M>

Z. 2 ist b = su. Z. 9 silvnvvs ohne Zweifel für silvanvs. Z. 10
folgt nach db:mv, doch ist der dritte Strich des m nicht sichtbar. Die
Inschrift ist offenbar eine Dedication an die über der Tafel darge-
stellten Gottheiten, von denen nur noch die Füsse erhalten sind,
dargebracht von Soldaten, die sich sämmtlich als dwplarii, denn so
wird das immer wiederkehrende d am Anfang der Zeile (vgl. z. B.
Renier inscr. de l'Algerie n. 90 und 100) aufzulösen sein, von denen
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