Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 190
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Epigraphische Mittheilungen

1) Inschriften aus Cibalis

Herr Joseph Brunsmid, Mitglied des Seminars, hat in diesem
Sommer in seiner Heimatsstadt Vinkovci in Slavonien folgende In-
schriften copirt und Papierabdrücke derselben nach Wien gebracht:

1) gef. 1871 bei der Fundamentirung der Landwehrkaserne,
in die Wand derselben eingemauert und übertüncht; 0'55 br., 0"50 h.

= 233 n. Chr.

2) gef. vor etwa 10 Jahren beim Fundamentiren eines Hauses
in der Gasse Krüjas, jetzt im Gymnasium zu Vinkovci, 0*45 br.
038 h. Ungenau edirt von M. Brasnic: Rimski nadpisi u Vinkovcih
in der kroatischen Zeitschrift Drago-Giib 1867 p. 813 und in der
Abhandlung Panonski grad Cibalum im Programm der Realschule
von Rakovac.

Z. 1 = De[o. ...? Z. 3 der untere Strich am q_nicht sicher,
wol = qu[aestor].

3) Marmorfragment gef. vor etwa 20 Jahren, in der Sammlung
des Seifensieders Stojanovic; 0*09 h., 0"14 br. Scheint nach der
Form der Buchstaben christlich:

dep t LO-5J_x

Z. 1 scheint der zweite Buchstaben ein c zu sein.

Auch die im Corp. III 3267—8 publicirten Inschriften befinden
sich noch ebendaselbst vor der Hauptwache; n. 3268 lautet folgen-
dermassen:
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