Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 3.1879

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rings uui den obern Rand ein gereihtes Rosettenornamentband, unter
den Henkeln feingezogene Palmetten. Auf jeder Seite des Gefässes
je ein Paar einander zugekehrter skuril tanzender Figuren, deren
eine ein Füllhorn in der Hand hält. Vergl. griech, und sicilische
Vasenbilder Taf. XXXXIII 1.

3. 4. Schwarzfigurige Lekythen von nahezu identischer, äusserst
flüchtiger Decoration, 0'168 und 0*175 hoch. Herakles im Löwen-
fell, das auf dem Kopf aufliegt, mit hochgeschwungener Keule nach
rechts eindringend auf eine gefallene Amazone, rechts und links je
eine weitere Amazone, alle drei in kurzem Chiton Helm Schild und
Lanze.

5. Schwarzfigurige OitlOChoe. hoch 0*25. Drei bekränzte reich
bekleidete Figuren auf Klappstühlen sitzend, im Grund Rebzweige:
in der Mitte Dionysos bärtig, einen Zweig in der rechten Hand
haltend, rechts und links je eine weibliche Figur.

6. Amphora, 0*33 hoch, von plumper Form, roh decorirt. Roth
ist der Mündungsrand, die Henkel und das untere Drittel des Ge-
fässes, auf dem vom Fusse aufwärts ein aufsteigender Blätterkelch
schwarz aufgemalt ist. Der übrige Theil des Gefässes ist schwarz
bis auf ein beiderseits am Halse zwischen den Henkeln ausgespartes
trapezartiges Viereck, in welchem ein Pferdekopf nach rechts und
im Grund zwei Sterne schwarz aufgemalt sind.

7. 8.9. Drei sogenannte Aryballen von feinster attischer Fabrik,
0*12, 0'115 und 0'07 hoch. Auf Nr. 7 eine bekleidete Frau nach
rechts auf einem Stuhl mit geschwungenen Beinen und geschwun-
gener Lehne sitzend und die Doppelflöte blasend, hinter ihr aufge-
hängt eine lange Binde oder ein Flötenfutteral. Auf Nr. 8 ein
gleicher Stuhl nach rechts, neben dem rechts in gleicher Richtung
ein bekleidetes Mädchen steht, die auf der linken Hand ein unge-
fähr viereckiges Geräth hält und die Rechte nach unten bewegt
gegen einen am Boden stehenden Kalathos. Auf Nr. 9 eine ge-
flügelte Sphinx nach rechts am Boden kauernd, die linke Tatze
erhebend.

11. 12. Terracotten von rothem Thon. Ein liegender Löwe,
0*12 lang, 0*07 hoch, auf oblonger, etwas gebogener Grundfläche.
Stehender Knabe, 0*123 hoch, die Füsse hermenartig zusammen-
stehend, ganz eingehüllt in ein Gewand, das in der Mitte senkrecht
getheilt ist; unter den Füssen und im Nacken ein Loch. Auf der
Rückseite, welche nur angelegt ist, findet sich unterhalb des Loches
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