Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 3.1879

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Zsobok bei Bänffi-Hunyad oberhalb Sebesvaralja

11. Muschelkalk, hoch 083, breit 059. War vordem gegen
die südwestliche Chorseite der evang. reformirten Kirche als Sockel-
platte eingemauert, kam aber nach dem Brande der Kirche zwischen
das Baumaterial, wo ich denselben im Jahre 1878 in einem vom
Brande stark beschädigten Zustande fand; die Buchstaben sind
kaum leserlich.

10

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iiiiiii/iiiiiiiiiii/ii
i/iiiiiuiiiiiiiiiii/i
iiiiiiiiiiiiiiiiii/iii

Z. 2 [Aureli]us Fero[x].

Z. 3 A(urelius) Flaviianus), H. Finäly nämlich, der den Stein
vor mehreren Jahren noch eingemauert und in ziemlich unlädirtem
Zustande sah, fand die Buchstaben Flow//'/'//is, also wohl Fla-
vias.

Zsobok hat ausserdem noch manche aus den Ruinen des dort
gestandenen römischen Landhauses oder Feste herrührende ge-
hauene Steine aufzuweisen, so zwei Basreliefs etc., muss also als
eine Appertinenz des ager Aficensis (Sebesvaralja, s. u.) betrachtet
werden, so wie auch das Nachbardorf Farnos, wo vor der evang.
reformirten Kirche ein steinerner Löwe (gewöhnlicher römischer
Grabstein) steht, darunter mit der merkwürdigen Inschrift wie es
scheint des XVI. Jahrhunderts:

VHIVPASVS

W. H. Jupiter) asinus.

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