Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 3.1879

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Z. 4 der Name der cohors blieb leider unbenannt, muss aber
eine der nachweislich in Sebesvaralja stationirt gewesenen 4 Co-
horten, der cohors I Hispanorum (s. unten die Ziegelinschrift) und
II Hispanorum (C. I. L. III 843 und 1633. 8—9) der cohors I Aegyp-
tiorum (C. I. L. III 1633. 7) oder der cohors qqsT (s. unten die Ziegel-
inschrift) gewesen sein.

Z. 5 ergänzt, wie wir aus der vorhergehenden Inschrift er-
sehen, den Namen^der sebesväraljaer Station, dessen zwei Anfangs-
buchstaben der nagy-almäser Meilenstein enthält. Die weitläufigen
und sehr gut erhaltenen Ueberreste des dortigen grossen Castrums
(des wichtigen Knoten- resp. Endpunktes des vaüum), sowie der
daneben befindlichen Substructionen des ziemlich ausgedehnten vicus
liegen knapp neben der Eisenbahnlinie auf einem massigen Plateau
oberhalb der Gemeinde Sebesvaralja in dem äusserst malerischen
Sebesthale.

15. Fragment eines Basreliefs von Kalkstein, daran zwei Per-
sonen, Mann und Weib, zu sehen sind. Ebendaselbst. Neben dem
rechten Fusse des Weibes:

D(is [M)anibus).

Derite bei Bänffi-Hunyad
(C. I. L. III 6250, 6251)

Genannte Nummern des C. I. L., welche in der Apsis der dort
gestandenen, jetzt aber leider zu Baumaterial verwendeten Ruinen
der hiesigen evang. reformirten, im romanischen Stile gebauten Kirche
(sog. ecclesia deserta) eingemauert waren, gingen zu Grunde, ich
fand sie wenigstens im Jahre 1878 nicht vor, da von den Mauern
der Apsis nur noch eine kleine Portion übrig blieb; es sind aber
gegenwärtig noch manche römische Fragmente an der äusseren Seite
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