Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 3.1879

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derselben eingemauert sichtbar; ebenso fand ich nach vielem Suchen
unter dem aus den Mauern derselben Kirche gewonnenen Baumate-
riale noch die folgenden drei Inschriftenfragmente, die wohl von
Sebesväralja herstammen müssen, da ich trotz meiner aufmerksamen
Untersuchungen weder in Derite noch sonst in seiner unmittelbaren
Nähe Römerspuren fand. Leicht möglich könnten die Mönche, die
einstens die romanische Kirche in Derite bauten, das vortreffliche
Material aus den nicht weitliegenden römischen Ruinen von Sebes-
varalja hergeschafft haben und dies um so leichter, da selbe antike
Denkmäler in Hülle und Fülle enthielten, die die aufmerksamen
Mönche zu schätzen gewohnt waren.

16. Kalkstein, hoch 0'30, breit O30. Bei Herrn Roman Jänos
in Derite. Adaptirt als Baustein zur Apsis.

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/W A X -
O T ■ P - P
OS • O N
n I I I

Z. 1—5 [...... Germa]nic. [Parthic] max. [trib. p]ot. p. p-

[cos..... proc)os. con[cüium provin]c(iae) D{aciarum) III? M. An-

toninus ?

17. Kalkstein, hoch 026, breit 0"23. Bei dem Bauer He Petra
in Derite im Keller eingemauert.

18. Kalkstein, hoch 0'40, breit 0-22. Bei demselben Bauer.

Die Anfangsbuchstaben der 4. und 5. Z. sind später ausge-
meisselt worden.

Z. 5 [m]e(n)si[bus. . .]
Z. 6 [hie] s{itus) e[st].
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