Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 3.1879

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16. Ebendaher. Incus.

CORii I3P

CoQiortis) pr(imae) Hispianorum).

Gefunden im Jahre 1878. Zwei Exemplare im siebenb. Mu-
seum in Klausenburg.

17. Ebendaher. Incus.

a) cu i1 f i s

b) c ü 11 f i s

C(o)h(ortis) II Hispanorum). Cf. C. I. L. III. 1633. 8. 9. und
1703. 1.

Die sonderbare Configuration beider Buchstaben h mag durch
das Abbrechen des unteren Theiles derselben aus der Stampiglie,
die eine incuse Legende gab, verursacht sein.

In sieben Exemplaren im siebenb. Museum in Klausenburg;
ein Exemplar der Präge b) bei dem Herrn evang. reformirten Pfarrer
Mike Lajos in Zsobok.

18. Ebendaher. Incus. Aus zwei Stücken derselben Präge
zusammengestellt.

CO H " H I 8

Coh(ortis) II Hispanorum).

Zwei Exemplare im siebenb. Museum in Klausenburg.

19. Ebendaher. Incus, retrograd.

C(o)h(ortis) 1(1 Hispanorum). Cf. C. I. L. III. 1633. 7, Legende
linker Hand.

Zwei Exemplare im siebenb. Museum in Klausenburg.

20. Ebendaher. Incus.

C° 11 I3

Coihortis) Hispanorum). Ziegeln der cohors Hispanorum kommen
in Dacien bei Bereczk vor cf. Ephemeris Epigraphica IV. p. 78.
n. 207.

Ein Exemplar im siebenb. Museum in Klausenburg.

Die Stampiglien n. 17 — 20 sind einer und derselben cohors,
nämlich der II Hispanorum, deren Stationirung in Dacia und zwar
in Sebesväralja bis nun nur die einzige Inschrift C. I. L. III. 843
bewiesen hat; im Jahre 60 hielt sie sich in Illyricum (?), in den
Jahren 80-85 in Pannonien auf (s. C. I. L. III. Dipl. II. XI. XII).
Dass sie längere Zeit in Sebesväralja stationirte, bezeugen nun die
mitgetheilten Ziegelinschriften auf das bestimmteste.
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