Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 3.1879

Seite: 177
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II. Votivaltar, weisser Sandstein, gefunden 1878. Eigenthum des kroat.
Nationalmuseums in Agram. H. 0-60, Br. 0-45. Unten abgebrochen.

H ERCVLI
AVG- SAC
M • AVrEL-
CASSIVS

/w- COS

Am Anfang der fünften Zeile scheint vor W noch ein Buchstabe gewesen
zu sein; vielleicht ex beneficiario consularis. Veröffentlicht von Ljubic im II. Hefte
des Viestnik etc. 1879 S. 42.

III. Die Inschrift bei Mommsen n. 4121 veröffentlichte Ljubic neuerdings im
Viestnik H. II S. 34 mit folgenden Varianten: Z. 1 MXIMVS, Z. 2 PORTICIBVS,
Z. 6 CVRANT-F-VAL.

(Fortsetzung folgt)

Agram IVAN von BOJNIC1C

Unedirte Inschriften aus Aquileja

1. Im Garten des Herrn Nicolö Taiiao zu Aquileja in der Einfassungsmauer
vermauert.

i im

DOMNAE
I ISIDI

2. Puteal, gef. auf einem Grundstück des Herrn Ritter v. Hentschel, nahe
auf dem Wege, der von Beligna nach Terzo führt, gegenwärtig im Besitze des Dr.
Gregorutti zu Baperiano. Es besteht aus zwei viereckigen Platten von 1*18 L.,
0"60 Br., 026 H., welche übereinander gelegt und verklammert worden sind; die
untere ist nach Art eines Puteais eingehölt, die obere glatt und zeigt in schönen
grossen Buchstaben die Inschrift:

FVLGVR

3. In der Villa Gregorutti zu Baperiano, Grabstein aus Kalkstein, l-46 h.,
0'54 br., 0*12 d. In dem unteren unbeschriebenen Theile desselben findet man ein
Loch, worin man eine Walze hineingab, um dadurch das Denkmal aufrecht zu
erhalten. Mehrere Beispiele einer solchen Vorrichtung enthält die Sammlung des
Grafen Toppo in Buttrio bei Udine:
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