Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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vielmehr ö.stlicli derselben). An der Ecke der einen Kula, 4 M.
hoch verkehrt eingemauert;, Kalkstein 032 h., 0-67 1 :

[■ SAN/e8 VSOCONIv/lINCONPARA

D-MV IC TORINE ANNE
BENEMERENTlPRECEPTo

doänico actvmmise)
ramparentes perded1/

rvntannis USCla tr GIttJ)

Z. 1 ist mit kleineren schlechteren Buchstaben später darüber-
gesetzt und wohl mit den die folgende Zeile beginnenden Buchstaben
d ■ m zu verbinden: dis man[i]bus [q(uondam?)] coniu[g]i inconpara(bili)
V'ictorin(a)e Ann{a)e bene merenti pr(a)ecepto domnico [f]actum miseram
parentes perdederunt annis trigitt[a\ (für triginta). Die ascia findet sich
mehrfach in Dalmatien, vgl. Corp. III, 1712. 1761. 2118. 2129 etc.

An demselben Gebäude: Stein mit dem Bruchstück eines
Schneckenornaments und viele alte Quadern. In der andern Kula
unter einer Fensterluke des Obergeschosses: Aschenkiste 031 1. u.
br. Im Hofe als Brunnenstein: Sarkophagdeckel (dachförmig) 0'77 L,
0*49 br. Um das Gehöft: ad multam extensionem terrae palatiorum
rudera (Schern, p. 103) unter der Erde, von Blau. Reisen S. 40
irrig auf das Gehöfte selbst bezogen, das nach der Tradition ganz
aus den Bausteinen einer alten Kirche (?) errichtet sein soll.

2. Zaimiste (Markt) oder Kruska (Birnbaum), Ruinenstätte
und alter Versammlungsplatz des Volkes. Unter mehreren reich
profilirten Bausteinen: Gebälkstück einer Art Attica (?), Marmor
0'65 h., 1"30 1., 0-54 d., auf dem Friesstreifen die Inschrift 0 I. L.
III 6367, Buchstabenhöhe 0'09:

L-L1VIO RVFINO-F1LIO-P tentissimo

AELIA

b) Westlicher Theil (Pfarrsprengel Cerin).

1. Im Pfarrhause bei P. Jo. Vasiljevic: Ziegelplatte (Fragment)
mit aufgebogenem Rand 060 1., 0*44 br.; Stempel pansiana nach
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