Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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Z. 1 scheint ann gestanden zu haben. — Z. 8 —11 sind auf
dem Abklatsche vollkommen unleserlich.

L.Domitius L.f. A[nie]n(si) Aquila vet(eranus) leg(ionis) VII domo
Myliada stip(endiornm) XXXIII viivus) fe\c(it)\ sib(i) et C. Donatio
\l. f.] A[ni(ensi)] .ovicino mi[l{iti) [te\g(ionis) v[ii s]tip(endiorurn) XX
h(onesta) m(issione) [m(i$so)......

Ueber die in Dalmatien mit dem Hauptquartier Delminium
stationirte legio VII vgl. Mommsen im C I. L. III p. 280 ff. Da die-
selbe im Jahr 42 den Beinamen Claudia pia fidelis erhalten hat, so
ist diese Inschrift, wie mehrere andere von Soldaten derselben Legion,
die Mommsen a. O. zusammengestellt hat, vor dieses Jahr zu setzen.
Der Fundort Ljubuski bestätigt das von Mommsen aus den In-
schriften gewonnene Resultat, dass die 7. Legion den Dienst im
Süden von Dalmatien versehen habe. Dass Domitius Aquila aus
der kleinasiatischen Landschaft Milyas (vgl. Kuhn Verfassung II
S. 293 fF.) gebürtig war, stimmt zu den sonst bezeugten kleinasia-
tischen Aushebungsbezirken der dalmatinischen Legionen (Mommsen
a. O. und die unten mitgetheilte Inschrift des M. Sosius). Die hohe
Dienstzeit von 33 Jahren ist in den panonnischen und dalmatinischen
Legionen auch sonst bezeugt, vgl. Mommsen a. 0.

Granz verwittert sind zwei andere Felsinschriften oberhalb der
erwähnten Wand, die eine auf losem Steinblock, beide in quadrati-
schen Rahmen. Eine fünfte, etwas abseits der beiden ersten, soll
unter einem grossen Steinhaufen verschüttet sein. Nach unsicheren
Mittheilungen soll sich eine sechste am Burgfelsen von Ljubuski im
Garten eines Türken, eine siebente in Studenci unweit Ligat be-
finden. Die Localtradition behauptet, dass ein Seitenweg der alten
Strasse über Studenci und Brotnjo nach Mostar geführt habe, wozu
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