Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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I <$» O $ M <p

TONITRA
TORISM»
MAXIMVS

VIiI • AVGQ

Die letzte Zeile, die mit kleineren und schlechteren Buchstaben
später hinzugefügt zu sein scheint, wird wohl mit Recht von Mommsen
in ve[t(eranus)] Augitistorum) ergänzt.

Sarajevo selbst zeigt so wenig als Mostar Spuren römischen
Alterthums ; beide Städte sind verhältnissmässig jung und waren
vor der türkischen Invasion ganz unbedeutend. Ich ging zunächst
von Sarajevo über Rogatica nach Visegrad an der Drina und über
Rudo am Lim, öainica und Grorazda nach Sarajevo zurück. Die
Ausbeute war sehr gering und beschränkte sich fast ausschliesslich auf

V. Rogatica,

von wo Blau eine Inschrift und einige ungenaue Wahrnehmungen
in seinem I. Bericht (1866 S. 14 f.) mitgetheilt. Erstere, C I. L-
III 2766 b vgl. add.; befindet sich auf dem Obertheil einer Marmor-
stele, 053 h., 0*7 br., 0*55 d., deren Untertheil mit dem Reste der
Inschrift fehlt, in einem mit Palmetten und Rosetten gezierten Rahmen;
die Seitenflächen sind mit unkenntlichen Sculpturresten (je eine ovale
Erhebung, Traube?) geschmückt. Der Stein liegt seit Menschen-
gedenken vor dem Hause des Abid Beg am Ostende der Stadt an
der Strasse nach Visegrad.

D ■ M
T-CL- mx.i
MODEC-
C- ris- DE

Z. 4 ist mit Blau ris (Ste. Marie bis) zu lesen, wenn auch das

unten beschädigte r einem b ähnlich sieht; civitatis) Ris(ini) ergänzt

Mommsen im Index zu C. I. L. III p. 1176.

*

2. Sehr wohl erhaltene Stele im Hofe der Sertacka-Muflina
Djamia, 0'83 h., 0-49 br., 0'37 d.:

I ■ O ■ M

P ■ AEL- SIC
CL E WENs
ii vi r
v-l-s-
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