Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

Seite: 57
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Gewicht und der grosse Haken, nahe am Ende des Balkens, zum
Aufhängen der Wage. Hinter demselben ein Loch im Wagebalken
u. ein Oehr, um entweder eine Schale, oder den zu wiegenden
Gegenstand einzuhängen. Das Gewicht ist eine Bleikugel, welche
oben in einer Hülse von Bronzeblech steckt. — 243—246. 4 Ge-
wichte aus Blei, in Form abgeplatteter Kugeln. Auf der Abplattung
Buchstaben: 243 a a aus Wels (1868), 244 x a aus O-Szönyi (1869),
beidemal mit Silber eingelegt, 245 aa eingekratzt, das Silber ver-
schwunden. Aus O-Szönyi. 246 ohne Buchstaben. Aus Essegg (1872).

— 247. Glockenförmiges Bleigewicht mit Oehr zum Aufhängen. —
248. Obere Hülse mit Oehr eines Bleigewichtes. Gekauft in Köln
(1872. Sammlung Hartmann). — 249. Aehnliche Hülse, ausgebrochen,
mit Oehr.

19. Glocken

250. 251. Eine viereckige und eine runde Glocke; die Klöppel
fehlen. H. 0'045. Aus Laibach (1872). 012. — 252. Runde Schelle
mit Gravirung. H. 0'05. Aus O-Szönyi.

20. Kriegsgeräth
253. Griechischer Helm, eng am Kopf anliegend — niedere
Stirn, starker Hinterkopf — mit kurzem Halsberge und Backen-
klappen, welche in Palmetten auslaufen. Wo der Nasenschutz an-
setzen sollte, ist ein Loch. Gekauft in London, angeblich aus Grie-
chenland. — 254ab. Ein Paar Beinschienen. L. 047. Es fehlt
von der 1. das innere Viertel; von der r. ist das äussere Drittel ab-
gebrochen, aber erhalten. Gekauft in Wien, angeblich aus Ungarn.
Die Formen des Beines sind angegeben, besonders der Wadenmuskel
markirt. — 255. Sehr dünner Schildbuckel (?), zerbrochen, ohne
Ornament. D. 0 235. Die Bänder um den Umbo nicht flach, son
dem aufgebogen. Vgl. diese Zeitschrift II S. 107 ff. — 256—258.
3 Lanzenspitzen, blattförmig, mit erhöhtem Grat, 017. 0'078. 0*065.
259. 260. 2 runde Lanzenspitzen. 0-115. 0-08, letztere aus Petronell.

— 261-264. 4 runde Lanzenspitzen aus Eisen. 0-07. 0-085, 0-09
aus Korneuburg (1864). 0"06 aus O-Szönyi. — 265. Eiserne Lanzen-
spitze, blattförmig. 0'18. Vom Magdalenenberg (1866).

266. „Hellebarde" von Eisen, mit Bronze montirt und mit
bronzenem Zierrath

H. 0-44. — Aus Wels.

R. u. 1. der Hülse je ein kreisrundes Bronzeplättchen (jetzt
losgelöst). Br. 0-032. Auf beiden Seiten mit in Silber eingelegten
deutlichen Buchstaben: .
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