Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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Strumpfes und der Saum des Lappens sind deutlich angegeben.
Innen hohl. Vortrefflich erhalten.

4. Ring, O02 Durchm., auf dem ovalen Plättchen der Vorder-
theil eines springenden Löwen, vertieft.

5. Runder Schild, 0*035 Durchm.

6. Dünne Bronzeplättchen mit Basreliefs in getriebener Arbeit.

— Plättchen von rechteckiger Form, 0'085 h., 0-07 br. Auf einem
mit Palmetten und Rankenwerk geschmückten Giebel stehen zwei
geflügelte und gehörnte Greife mit im Profil nach aussen gewen-
deten Köpfen und erhobener r. Vordertatze einander gegenüber; in
Grösse und Darstellung identisch mit Carapanos Dodone et ses ruines
pl. XVIII 2. — Fragmentarisches Plättchen, 0*06 h. und br. In
einem oben von einem Eierstabe, seitlich von einer punktirten Linie
begrenzten Räume Nike ein nach r. sprengendes Zweigespann len-
kend wie Carapanos a. a. O. pl. XIX 3; erhalten Kopf, Arme und
Flügel der Göttin und die oberen Theile der Pferde. Darüber ein
flaches Feld. — Drei Fragmente eines Bronzeplättchens. Das eine
(so weit erhalten 0'055 h., 0-05 br.) zeigt r. eine nackte, bis auf
Kopf, 1. Arm und 1. Fuss erhaltene, männliche Figur mit zurück-
gewehter Chlamys in raschem Schritte nach 1., den Oberleib vor-
geneigt über einen zu Boden gesunkenen Jüngling, in dessen Brust
sie mit der R. einen Dolch stösst. Der Gefallene wendet sein Ant-
litz dem Beschauer zu und stützt den 1. Ellenbogen auf einen Felsen;
der übrige Theil seines Körpers von der r. Schulter und der 1.
Hüfte an fehlt. Auf dem Felsen liegt 1. ein Petasos. Hinter den
Figuren sind die hinteren Theile eines Pferdes sichtbar. Am Rande
die Reste der Umrahmung. Auf einem zweiten Fragmente ein
kleines Stück eines Pferdekopfes ; auf dem dritten (0'045 h., 0 07 br.)
unter einer glatt gelassenen Fläche ein Stück des über der Dar-
stellung sich hinziehenden Eierstabes mit hineinragendem Pferde-
kamme.

7. Ornamente aus Bronzeblech. — Palmette, oben abgebrochen,
0-075 h., 0 07 br., über zwei nach aussen gekehrten, unter der
Schneckenwindung von einem Eierstabe quer durchschnittenen Vo-
luten und mit alterthümlichem Gorgoneion. — Scheibe mit aufge-
stülptem Rande, Durchm. 0-10; um den Nabel ein ringsum laufender
Streifen mit abwechselnd nach oben und unten gekehrten Paimetten.

— Kreisförmiges Plättchen, Durchm. 0'03, mit alterthümlichem Gor-
goneion.

8. Beschläge von Geräthen. — Zwei mit der Stirne aneinander
stossende Widderköpfe, über denselben ein Blumenkelch inmitten

Archäologisch-epigraphische Mitth. IV. 5
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