Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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gürteten Chiton und im Rücken flatterndem Obergewande. — 17. Zwei
bakchische Masken, im Profil einander zugewandt, links unbärtig
mit Pinienkranz, rechts bärtig mit Satyrohren und Epheukranz. —
18. Hahn nach rechts. — 19. Oelkranz. — 20. Greif nach links im
Profil. — 21. Gladiator in Rückensicht nach links ausschreitend,
am linken Arm einen oblongen Schild, in der gesenkten Rechten
das gekrümmte Schwert, mit Helm in Form einer phrygischen Mütze
Beinschienen und Panzer oder kurzem Gewände. — 22. Oben concen-
trisches Blattornament, unten in den nassen Thon undeutlich einge-
drückt \ i a a ci ai (-). — 25. Unten erhaben cP6sanTi. — 24. Bärtiger Schau-
spieler nach rechts im Profil auf einem vierbeinigen Sessel sitzend, den
unteren Theil der Figur in Gewand gehüllt, beschuht, in der Linken
eine Rolle haltend und die Rechte ausstreckend gegen eine rechts
auf einem Scrinium liegende bärtige Theatermaske. — 25. Gorgo-
neion en face mit Flügeln im Haare und unter dem Kinn geknüpften
Schlangen. — 25. Nackte weibliche Figur nach links kauernd und
sich das Haar trocknend. — 27. Nackter Hirt, nach rechts auf
Felsen sitzend und eine Ziege in ein auf seinem Schoosse befind-
liches Gefäss abmelkend; über ihm ein Baum; rechts und unten
zwei Ziegen. — 28. Geflügelte Sphinx nach rechts auf einem Felsen
hockend. — 29. Erotische Gruppe. — 30. Erot nach rechts am
Boden sitzend, mit einem undeutlichen Gegenstande (einer Leier?)
beschäftigt. Dies Exemplar wurde in meiner Gegenwart am 10. Oc-
tober 1878 auf der Insel Ossero, nicht weit von dem Canal, der die
Inseln Ossero und Cherso scheidet, in einer durch einen Deckel
geschlossenen, von Steinblöcken umgebenen Terracottaurne gefunden,
welche ausserdem nur Asche und eine nicht mehr näher bestimm-
bare römische Bronzemünze enthielt. — 31. Geflügelter Greif nach
rechts galoppirend. — 32. Unten romang.

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Von Terracottainschriften notirteich: 1. Auf fünf runden
etwa O'l im Durchmesser grossen, massiven Deckeln von grösseren
Gefässen, vermuthlich Amphoren, in erhabenen Lettern kreisförmig
angeordnet: a) i p - ae ■ o b) e a e c) d> d) a «) n —

2. Erhabene Stempel von sogen, aretinischen Gefässen: a) OMR —
b) in einer Fusssohle: amandi — cinm — ///om/kn — c) secvndi. —

3. Bolli erhaben von grossen dicken Ziegeln: a) Iipansim. — b) tipansian
— o) pansiana — d) yTiOAV.| — Vertieft: a) /lot.mbro*, auf einem
anderen Fragmente qclolh . . — b) c • t - reR/vcf s — Erhaben auf dem
Fragmente eines grossen Gefässes: ariel| — 4. Graffito auf der Unter-
seite eines 0'205 im Durchmesser grossen aretinischen Gefässbodens
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