Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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FECETO BE ,!
VIVO AV /
QVI VIXIT
VERITI S

Im Monastero fand man bei Erneuerung der alten Reispilla
an der Stelle, wo schon früher C. I. L. V 8976 u. 8978 entdeckt
wurden, folgende Inschriften :

1. Ära aus Kalkstein, 0"60 h., 0*42 br., 027 d., mit runder
Vertiefung an der Oberfläche.

ISIDI
SACRVM
TI-VETVRIVS
FVSCVSVESTlAR
5 TENVARIVSlTTnlviR
BENEFICIO ORDINIS

Diese Inschrift macht wahrscheinlich, dass die Inschrift
C. I. L. 3068:

VETVRIA - PRIMIGENIA
TI-VETVRI-FVSCI -LIBERTA
ANNORVM-XXIIII

HIC • SITA • EST

OSYNAECIO APRILI

welche vom Hause Bassaniu) ins Museo zu Padua kam, aquilejensi-
schen Ursprunges ist. Titus Veturius Fnscus nennt sich hier vestiarus
tenuarius (wie bei Renier inscr. de VÄlg. 4111), die häufigere Form ist
aber tenuiarius. Das Grewerbe der vestiarii ist in Aquileja auch
sonst bezeugt C. I. L. V 324 und 774. Zu v. 6 vgl. Schmidt de
seviris Augustalibus p. 66 ; die Inschrift ist vielleicht unten unvoll-
ständig.

2. Zwei Fragmente einer zerbrochenen Platte, 0'65 h., 0"62 brv
0*17 d., mit schönen grossen Buchstaben:

H) Ueber die Sammlung Bassani vgl. Mommsen a. a. O. p. 264 II, daselbst
befanden sich die Triester Inschrift n. 520, die aus Ateste n. 2496 etc. etc. — Für
die Verschleppung aquilejensischer Inschriften nach Padua spricht noch deiitlicher
die Säule von Peraga vgl. Mitth. II S. 82.
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