Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

Seite: 108
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1880/0114
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
108

sOMNO

C ARMINI VS

PRAEF

Haus des Stephan Wolf, zwei Exemplare des Stempels:

P A I GBj

Cerevic

Hier machte der Lehrer des Ortes, Herr W. Zajiöek, in liebens-
würdigster Weise den Führer. Wir controlirten die Inschrift
C. I. L. III, 3261, die in die äussere Wand der Sacristei der kath.
Kirche eingelassen ist. Sandstein 0'36 h., 0 73 br., Punkte dreieckig.

{Kub.)

M ]L - CO H•n •
ALPIN OR • VEX
ANN' ÄC-sTlPEN

Z. 1 Dalmata, Z. 4 das Zeichen :« ist auf dem Steine um-
gekehrt, Z. 5 stipendior. XVI.

Vor dem Hause des der Kirche gegenüber wohnenden Bäckers,
sowie vor dem benachbarten des Kaufmanns Macinovic zwei vor
kurzem besser und vollständiger erhaltene nackte Beine, beide jetzt
vom Oberschenkel bis zur Wade reichend, a) 0'82 h., b) ca. 0'90 h.

Der Gutsverwalter Herr Jos. Stelmo im herrschaftlichen Forst-
gebäude Nr. 1 besitzt ausser einer Münzsammlung zwei Bronze-
gegenstände: 1. eine 0'07 h., wahrscheinlich männliche Figur,
angethan mit Untergewand und faltiger, auch über den Kopf ge-
zogener Toga; sie hält in der R. eine Schale vor sich hin, der 1.
Arm scheint nichts zu halten. In der Mitte der Toga ein kleiner
unbestimmbarer Gegenstand. Zwischen den Füssen ein Metallbinde-
stück; 2. eine dreimal sich windende Schlange (diagonal 0'38 1.,
0-0015 d.).

Kamenfca

In der Cementfabrik daselbst fand man ornamentirte, nament-
lich mit „Fischen" verzierte Steine, also wohl Sarkophagstücke.
Wir besuchten den Ort nicht.
loading ...