Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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Revidirte und neue Inschriften zu Corpus
Inscriptionum Latinaruni III (Dacia)

In dem Folgenden theile ich einige: 1. nach älteren Copien
im Corpus schon erschienene, aber von mir während meiner epigra-
phischen Untersuchungen revidirte und eine zufälligerweise wieder-
gefundene, 2. handschriftlich erhaltene, 3. nach fehlerhaften Copien
schon publicirte aber von mir neuerdings inspicirte und dem Corpus
einzuschaltende, endlich 4. Fragmente von fremden Inschriften mit.

Alsö-Jlosva— Csicsö-Keresztür

1. Neu. Nach einer unter den Manuscripten des Grafen Josef
Kemeny im siebenbürgischen Museum in Klausenburg (R. 4. XVII. a.)
befindlichen genauen Copie des Makrai Elek aus dem J. 1778 publi-
cirte ich im Archeologiai Ertesitö XIV (1880) p. 60—62 eine in dem-
selben Jahre allda gefundene Inschrift, die, abgesehen von ihrem
sonstigen Werthe, für die Topographie der dortigen römischen Nie-
derlassung besonders wichtig ist, indem sich dadurch die Destination
eines während meiner in den Jahren 1875 —1876 in jenen Ruinen
bewerkstelligten Ausgrabungen gefundenen Gebäudes erkennen lässt;
dasselbe war nämlich das templum der Decurionen der ala 1 Tungro-
rum Frontoniana.

p- ael pavl
nks templ
i n s t it v i t
p ro s e svo
5 r U m q_v e

s a l v t e
genio sanc
toscolaede
c v r i o n vm -

Copie des Elek: Z. 1 pavl, Z. 2 nos, Z. 5 rom

Also-Kosaly

2. C. I. L. III n. 824. Grünsandstein, 0'94 h., 034 br.
Revidirt.
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