Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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Z. 3 P(ublius) Alienus. Z. 6—8 fonteini) luco vi(a)e (?) v(oto)
l(ibentes) pos{uerunt).

Tihö

3. Arch.-epigr. Mitth. III p. 113 n. 12. In einem Regi köem-
lekek betitelten Manuscripte des Grafen Josef Kemeny (siebenbür-
gisches Museum in Klausenburg Graf Kem^ny'sche Ms.-Sammlung,
Miscellanea T. XX n. 9) finde ich unter Nr. X {Tihöi regiseg)
Folgendes aufgezeichnet: „Aus dem Briefe Wolfgang Cserei's
an Georg Aranka aus dem Jahre 1798 (folgt die kurze Be-
schreibung des tihoer Castrum und die Inschrift C. I. L. III n. 838).
Auf den in dieser Burg vorkommenden Ziegeln sind fol-
gende Buchstaben sichtbar cr)x." Neigebaur, der Cserei's
Angaben p. 233—234 durch Kemeny benutzte, copirte wie gewöhn-
lich auch diese Ziegelinschrift mit oiox fehlerhaft und so musste
sie auch in das C. I. L. III 1633. 4 aufgenommen werden. Die Stam-
piglie, deren Buchstaben sonst auch nicht in der gewöhnlichen Reihe
angebracht sind, war wie es scheint gebrochen oder sehlecht einge-
drückt, denn sie mag den Titel der Cohorte folgendermassen ent-
halten haben:

•:; i c r d y

[c(ohortis) I\ c(ivium) B,(omanorum) Cy(priae) statt der sonst üblich
gewesenen cohortis I Cypriae civium Romanorum.

Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass die in Tihö stationirt
gewesene Cohorte eigentlich cohors I Cypria civium Romanorum hiess
und jene von mir mitgetheilte Ziegelinschrift eine einfachere Form
dieses vollständigen Titels ist.

(Fortsetzung folgt)

Budapest CARL TORMA
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