Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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29. E. E. II n. 453. 2*33 hohe, oben und unten an den
Wülsten im Durchmesser 033, unter den Wülsten oben 0*28, unten
0'24 und in der Mitte 0*38 haltende Säule, die wie es scheint ur-
sprünglich für andere Zwecke aus sehr porösem Kalktuff mit durch-
aus unebener Fläche verfertigt und zu dem späteren Zwecke um-
gekehrt verwendet wurde. Die Einrichtung der Zeilen und Buch-
staben, so wie auffallende Verkürzung der wichtigen 11. Zeile gebot
die ausserordentliche Unebenheit des Steines. Die Lesung ist nach
mehrmals vorgenommener Revision ganz sicher.

IMPCCAIOVl
VIO HABONIA
NOGALLO PE sie
A V G P A P X sie
5 IMPCC VI VIO

A F I N 1 O G A O sie
VEFDOMINiX sie
N O

LVO L V S
10 A V G P P

A B X
XLV

Imp(eratori) Ciciesari) Caio Vivio Traboniano Gallo p(io) f(elici)
Aug(usto) pa(tri) p(atriae) et Imp(eratori) C(aesari) C(aio) Vivio Afinio
Ga{ll)o Veldominiano L(ucio) Volus{iano) Aug(usto) p(atri) p(atriae). Ab
A(pulo) XLV (p. C. 251—254).

Im l der Z. 9 erhält der vielnamige Kaiser einen neuen Vor-
namen.

Värhely

30. C. I. L. III n. 1426. Die hübsche weissmarmorne Ära
fand ich in der griechisch-nichtunirten Kirche in Maros-Nemeti im
Sanctuariurn, wo sie als Altarfuss umgekehrt angebracht und zum
Theil in den Boden eingelassen ist. Analogie mit n. 1425, Mate-
riale, die Form der Buchstaben der besten Epoche deuten zwar auf
die Provenienz von Sarmizegetusa, da jedoch Mezerzius und
Lazius den Stein an das Ufer der Maros am Wege gegen die
Donau hin, also bestimmt in das Marosthal setzen, letzterer noch

hinzufügend lhaud proeul a........ ubi aquarum vestigia , was auf

Veczel passt, in dessen Gebiet wirklich Mineralquellen sind; da
es ferner unbegreiflich ist, aus welchem Grunde die maros-
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