Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

Seite: 191
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Als Nachtrag zu Blau's Mittheilungen gebe ich zunächst die
in der Stadt und auf dem Ilino-brdo neugefundenen Inschriften.

1. Plevlje im Hause des Hadzi-Aga (westlicher Stadttheil),
fast vollständig erhaltene Votivstele. H. 0*08, Br. 0 39, D. 0-32.
Buchstabenh. Z. 1: 0-09.

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5 v- l-r-

Z. 1—2 Primae Cho(rti) s(acrum). Auf einer anderen Inschrift
oben 4. C. I. L. III. 6342, nennt sich derselbe Mann Ilvir.

2. Ilino-brdo. In der Mitte der nördlichen Aussenwand des
Kirchleins. Vom Regen sehr abgescheuert. Das geglättete Inschrift-
feld des im Uebrigen roh zugehauenen Steines ist 0 27 h0*3 br.

AE•BESSVSET
ä.L-VRSA • fl • PI
ENTISSlvE-ET
SIBI • VIVI - P -

3. Ebenol. In der nördlichen Aussenwand des Kirchleins sehr
hoch eingemauert. H. 0"34. Br. 0*31.

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D(is) M(anibus) S(acrum) Val(eriae) Te[sfonif] qu(a)e v(ixit)
\_a(nnos) . . .] Ae{lius) Qu[intus ma]tri [carissimae].

4. Ebend. Als rechter Thürstein am Stalle des Popen (gegen-
über als linker Pfosten 16. C. I. L. III, 6348), vom Regen fast ganz
glatt gescheuert, so dass man nur bei günstiger Beleuchtung (Abends),
dann aber mit überraschender Deutlichkeit die Inschrift sieht. H. 0 6,
Br. 54.
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