Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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breite Glied der Basis noch eine Inschriftzeile in sehr grossen Buch-
staben :

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Nach einem ziemlich schadhaften Abklatsch und einer Abschrift.
H. des Inschriftfeldes 08. Br. 05. Die Restitutionen beider In-
schriften mit folgenden Bemerkungen rühren von Hrn. v. Doma-
szewski her: Z. 2 Piado Me. . . . scheinen Cognomina zu sein.
Carvanio bezeichnet wohl die Origo, doch ist der Name sonst
nicht bezeugt, vgl. jedoch Carvone: Itiner. Anton, p. 369. Z. 3
giebt die Abschrift am Rande noch einige auf dem Abklatsche
nicht vorhandene Reste, wohl zu an[n(orum) . . . .] zu ergänzen.
Z. 5 die Melcom{ani) werden bei Plinius III. 143 unter den civitates
des conventus von Narona erwähnt; ausserdem scheinen sie bei Pto-
lemaeus genannt zu werden II. 16. §. 8: unep oüc (MeX)KOuevtoi (nach
einer Coniectur Harduin's zu Plinius 1. 1.). Ihre Wohnsitze verlegt
Tomaschek a. a. 0. p. 54 (cf. Anm. 2) mit Wahrscheinlichkeit in
den nördlichen Theil der Crnagora, also genau in jene Gregend,
welche als Fundort unserer Inschrift angegeben wird. Z. 6 Salo-
(niani) dürfte zu ergänzen sein nach Ptol. II, 16. §.11 Aa\aucmag
be TroXeig uecroyeioi aibe: ... XaXuiviava. Z. 7 folgt der Name der
Frau, vielleicht [et Aeliae Tes]toni cf. C. I. L. III, 6354; v. 9 A[eli?]-
v. 12 h(ic) s(itus) [e](st).

Herr Müller behält sich vor, die Ausdehnung und Communi-
cationen der römischen Niederlassungen bei Plevlje und Prjepolje
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