Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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tinarvm veröffentlichten Inschriften nicht selbst gesehen haben, so
war ich ausserdem bemüht, diese Inschriften, so weit ich sie er-
reichen konnte, einer genauen Ueberprüfung zu unterziehen. Die
wesentlichste Förderung erhielt mein Unternehmen durch die thätige
Unterstützung des Herrn Baron Karl Hauser, derzeit Secretär des
kärntnerischen Geschichtsvereines, welchem ich daher für seine
vielfachen und aufopfernden Bemühungen meinen besten Dank hier
ausspreche.

1. In der zum Gute Töltschach bei Mariasaal gehörigen Mühle
eingemauert und erst kürzlich durch Abfallen des Mörtels sichtbar
geworden. Bruchstück einer Ära aus krystallinischem Kalke, oben
und zu beiden Seiten gebrochen. Grösse des erhaltenen Inschrift-

fehles: Br. 0*21, IT. O'IG. Am gleichen Orte mit C. I. L. 111,4782.

Aelius Maximus ist sonst nicht bekannt. Die Inschrift fällt
unter die Regierung des M. Aurel und zwar wie die zwei Augusti
zeigen, vor das Jahr 169 n. Chr., das Todesjahr des L. Verus.

2. Jetzt im Museum zu Klagenfurt, Fundort unbekannt, wahr-
scheinlich der Helenenberg, wo mehrfach Inschriften der Barbii zum
Vorschein gekommen sind, vgl. Eph. ep. IV. 565, 566, 567. Tafel
aus Kalkstein ohne Randleiste H. 0*38, Br. 0'62.

I. Unedirte Inschriften.

[Genio hui?]us loc[i. f A\el. Maxim[us p]roc. Augg. n[n], r(egni)

N(orici).

P ■ BARBIVS • SP ' F • PRIMVS

BARBIA- P - F • RVSTICA

BARBIA- P - F • CASTA

QlBARBIVS-P-F-JWERCATOR

VXOR-ET-FILI-SIBIET-SVIS

V •

F •

3. An der Kirche zu St. Peter am Wallersberg bei Völker-
mark eingemauert. Tafel aus Kalkstein mit einfacher Randleiste.
Br. 0-48, H. 0"44.
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