Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 4.1880

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der vierten Zeile noch Buchstabenreste zu erkennen sind. Doch
könnte man nach Analogie der fünften Zeile Hel(viae?) ergänzen.

7. Tauchendorf bei Friedlach. An einem Pfeiler der Kirchen-
vorlaube eingemauert. Nach einem Abklatsche des Herrn Pfarrers
in Friedlach. Rechts gebrochen.

M O G I
D 1 A N V
SIBI • ET - I*
C O N I VC
C • MOGIAI
DECV-CJAj

Mogi[ancus .... ]dianu[s vivus fecit] silri et ..... c,oniug\i . . .

et] C. Mogia[nco .....] decu{rioni) C[l]a[udi Virunt\.

Der Name Mogiancus findet sich auf zwei Inschriften in
Kärnten (C. I. L. III, 4944, 6491).

9. In der Ruine Karlsberg bei St. Veit. Auf allen vier Seiteu
behauenes Bruchstück.

i i

LTNAL\
OFCAR'

• III

9. St. Paul im Lavantthal.

Durch die gütige Unterstützung des Herrn Bibliothekars im
Stifte St. Paul, seiner Hochwürden Herrn Eberhard Katz gelang es
mir, in einer Handschrift der Bibliothek drei Inschriften zu ent-
decken. Die zwei ersten sind im Corpus bereits edirt. N. 5097 und
5098; die dritte ist unedirt. Die Handschrift aus dem Jahre 1619
ist eine Chronik des Stiftes, verfasst von dem Abte Hieronymus
Markstaller und führt den Titel „Liber de fundatione Monasterii St.
Pauli". Die betreffende Stelle findet sich auf dem siebenten Blatte

Hoc in looo Jiabitabant olim, ut conjicere est, ex
antiquitatibus, quae in S. Monrio S. Pauli in saxis

Romanae nt v. '2. Hand

antiquissimis excisae rp-periuntur aliqui anti
quissimae nobilitatis viri qui sibi hic sedern et
Castrum fixerunt.
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