Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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die so ungewöhnlichen und unorganischen Hermenarme wie bei
h verkannt sind, oder Mondhörner ? Denn dass in den Händen
gehaltene Attribute, die Schultern berührt hätten, wie man
meinen könnte, hätte nicht in der ersten, und noch weniger in
dieser zweiten Gattung eine Analogie. Dieser zweiten aber
weist sich das Werk zu, trotzdem nicht gesagt wird, ob der
Stand der Figuren frei ist, wegen des neben der mittleren
Gestalt links am Boden in Resten vorhandenen Altars mit
zwei Thierfüssen daneben, wozu die Analogien alsbald auf-
treten werden;

im fürstl. Waldeck'schen Museum in Arolsen, (beschrieb, von
R. Gädechens die Antiken des F. W. M. in Ar., S. 70, Welcker
Gr. G. II, 410, 30, Friederichs Bausteine 862. Bronze von aus-
gezeichneter Arbeit, h. 0'54. Inmitten der Pfeiler, oben in einen
Kalathos ausgehend, von Blumen und drei Akanthosblättern
überragt, darüber wieder wie ein umgekehrter Granatapfel, also
wie es scheint etwas, dem Kopfaufsatz der einen Figur von
A Aa ähnelnd. Um den Pfeiler die drei völlig gleichen Ge-
stalten, mit Stephane und herabhängendem Haar. Genaueres
über die Tracht und den Stand, ob frei oder gebunden sagt
die Beschreibung nicht, erwähnt aber die unter den Schultern
statt der Arme vorragenden Stäbe (Hermenarme).

in Paris, abgebildet bei Caylus Recueü V pl. LXV 1—4 mit
S. 186, beschrieben bei Chabouillet n. 2960. Bronze, h. 0*075.
Die drei Gestalten in gegürtetem Doppelchiton, welcher auf
den Schultern geknöpft ist, mit Stephane,, bei zweien von einer
kleinen emporgekehrten Spitze überragt, die dritte mit der
Mondsichel hinter dem Hals. Zwei Arme der einen, einer der
zweiten sind erhalten in ähnlicher Haltung wie bei der Metter-
nich'schen, Attribute gar nicht;

bei Paciaudi mon. Peloponnes. II S. 188, so viel ich sehe ohne
nähere Angabe (auch S. 182, 2) als *ex aere. Drei Gestalten
je mit Stephane und dem Schaft zwischen ihnen, der oben als
gemeinsamer Polos überragt; die in Vorderansicht gegegebene
mit Gürtelchiton und Himation, das von der rechten Seite
herumgenommen links unter den Gürtel gesteckt scheint; von
den wagerecht gehobenen Unterarmen ist der rechte gebrochen,
der linke hebt ein Thier, Hund oder Hase oder sonst was;

in London im Soane-Museum. Bronze, h. 0*13. Drei jugend-
liche weibliche Figuren mit genesteltem Ermelchiton und Hi-
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