Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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m) Aspendos in Pamphylien, bei Mionnet descr. 3, 447, Eckhel
d. n. III, 9.

Die sehr summarischen Beschreibungen nennen nur die ver-
schiedenen Attribute, auch diese nur summarisch. Man darf aber
wohl eben daraus abnehmen , dass der Typus bei allem Wechsel
im Einzelnen, im Ganzen doch constant ist und mit den Darstel-
lungen von AA BB in Uebereinstimmung. So ist es wenigstens bei
i k 2 und b , soweit diese glaubwürdig scheinen mag: die Gestalten
gesondert ik2, verschmolzen in freiem Stande mit einem Spiel-
bein in gegürtetem Chiton ik2, dazu h auch das Himation, aber
verdächtig; jeder Kopf mit dem Kalathos ik2, langes Haar i k 2
(wo der Schleier der Mittelfigur, welcher nur in der ersten Gruppe
vorkommt, versehen sein wird); in den Händen nur Dolche (?) a i,
Fackeln bei der Mittelfigur, Schlange und Schlüsseln bei der linken,
Dolch und Geissei bei der rechten Seitenfigur k 2, Fackeln und
Schlangen (?) b7 Dolche und Schlangen dkl m, Fackeln, Geissein,
Dolche l. Dazu Hunde, wie es scheint, ck2f und Altäre ik2.

DD. Auch Gemmendarstellungen zu sammeln habe ich kein
reiches Material, nicht z. B- Raspes Catalog. Ich zähle zunächst
kurz die mir bekannten Exemplare auf:

a) Lippert Daktyl. 1, 224 'weisser Amethyst in churfürstl. Cabinet';

b) eine Gemme, deren Abdruck er Nicolay verdankte, erwähnt
Voss von der Hekate in den novo, acta soc. lat. Jen. S. 376.

Die meisten sind durch Abraxasinschriften noch deutlicher
als Anmiete bezeichnet:

c) rother Jaspis, abgeb. Revue arch. III, 510, auf der Vorderseite
mit einer Inschrift, über die Dilthey in diesen Mittheilungen II
S. 49, 10 zu vergleichen; auf der Rückseite die dreigestaltige
Hekate, darunter die Inschrift;

d) nach Vermuthung in Rom im Collegio Romano. Vgl. Arch. Zeit.
1857 T. 99 7. S. 24, wieder vorn Herakles, hinten Hekate
dreigestaltet;

e) gelber Jaspis, einst in Gerhards Besitz, auf der einen Seite die
Dreigestalt, auf der andern die Inschrift, abgebildet ebenda
n. 8. Klein neben ihr links Athena mit Helm, Schild und Speer,
rechts Nemesis mit Rad und Zweig, mit der Rechten oben das
Gewand fassend;

/) Carneol von Caylus recueil VI, 45, 1 (danach Wieseler a. O.
888) gleich Lippert Suppl. 135? für sehr alt und echt gehalten,
während mir die Zweiarmigkeit bei drei Köpfen und der Mond
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