Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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407 = Ka (?), 408 = Wa, 1056 == Ea, 1087 = Kb, 1088 = Ac,
1452 = 4/, 1586 = Mb?, 1673 = Xe, 1685 = X&, 1703 = Ga,
2969 = £7e, 2998 = Ae, 3046 = Uc, 3710 = Qa, 3747 = La,
3839 = TFd, 4347 = Ea. Für 398 = Vn habe ich irrig Varvakion
statt Centralmuseuni als Aufbewahrungsort angegeben, und auf
Kekule 118 zu verweisen unterlassen.

Prag E. PETERSEN

Studien zur griechischen Künstlergeschichte

ii.

Die Dädaliden

Wenn uns bis jetzt auch noch nicht vergönnt ist mehr als einen
spärlichen Blick in das Innere des attischen Ergasterions zu thun,
so bricht sich doch immer weiter die Anschauung Bahn, dass wir
den innerhalb derselben zu Tage tretenden Autochthonenstolz nicht
anders zu nehmen haben als den ausserhalb erscheinenden. Hier
ist es ein Strahl vom Glorienscheine des attischen Reichsgedan-
kens, der in die vorhistorische Nebelwelt gefallen, so hell leuchtend,
dass die optische Täuschung über den Weg des Lichtes begreiflich
wird, dort ist es derselbe Strahl nur ein wenig gebrochen.

So wollen wir denn zunächst, den von anderen Händen ge-
sponnenen Faden aufnehmend, noch einmal den Gang durch dieses
Labyrinth antreten, mit dem Vorsatze, das Einrennen offener Thüren
möglichst zu vermeiden.

Da wir von Phidias ab die durch ihn begründete Einheit der
attischen Schule und das Aufgehen des fremden Elementes in die-
selbe als eine vollzogene Thatsache werden anerkennen müssen, so
beginnen wir zunächst mit einer Reihe von Namen, deren Träger
bis in seine Zeit hinabreichen. In jener berühmten Schilderung der
stilistischen Eigentümlichkeiten archai eher Statuen nennt Lukian
neben Hegesias die Schule des Kritios und Nesiotes. Dieselben
drei Namen kehren bei Plinius neben Alkamenes als aemuli des
Phidias zu Athen wieder 1). Hegesias ist als Athener direct bezeugt,

r) Dass sie genau Olymp. 83 mit einander g-ewetteifert haben, will Plinius
natürlich nicht sagen. Das gnamquam diversis aetatibus geniti von 34. 53 ist auch
hier zu suppliren.
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