Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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306. 307. Henkelattachen. Tragische Maske. L. 0 035. Komische
Maske. L. 0'022. Sammlung Remenyi (Ungarn).

308. Niedriger Fuss eines Krater.

H. 0"13. Br. 0-192. — Gekauft in Wien, angeblich aus Italien.

Grosse Löwentatze, über derselben r. und 1. kleine Voluten.
Oben ein kleiner Löwenkopf, das Maul geöffnet, mit zwei gewun-
denen Ziegenhörnern. Von dem Kopfe gehen nach beiden Seiten
schematische Flügel aus, unter dem Kopfe eine blattartige Verzie-
rung. Hinten ist ein Loch und eine Kerbe zur Aufnahme des
Gefässes.

Ein Pendant dieses Fusses befindet sich im k. k. Münz- und
Antikencabinet Zimmer II Kasten II n. 45a. Abgebildet: v. Sacken,
die Bronzen des k. k. Münz- und Antikenkabinets Taf. 52, 4. 5.

309. Fuss einer Cista, das Vordertheil eines Löwen darstellend.
H. 002. Sammlung Gasser. — 310. — 312. Theile von Füssen.
310. Greifenklaue. H. 0*035. Gefunden bei Laibach. 311. Löwen-
tatze. H. 0-05. Aus Petronell. 312. L. menschlicher Fuss, mit
steiniger Masse gefüllt, oben gerade abgeschnitten. H. 0 07. Aus
O-Szönyi. — 313.—315. Geräthstützen. 313. Ueber einem Menschen-
fuss, der durchbohrt ist, erhebt sich ein Ständer, auf dem oben eine
Maus sitzt, aus den Vorderfüssen fressend. H. 0-055. 314 ähnlich
n. 313: der obere Theil gleicht einem Knotenstock: auf demselben
ein aufrechter Widderkopf. H. 0'06. Beide aus Augsburg. 315 ge-
bogen, oben in einen rohen gehörnten Thierkopf auslaufend, dessen
Augen aus Eisen eingesetzt sind. H. 014. Aus PetronelL — 316.
Löwe mit Medusenmaske als Aufsatz. H. 0*05. Br. 0 05. Aus O-
Szönyi. Die Basis ist im rechten Winkel gebogen: sitzender Löwe,
der mit den Vordertatzen einen Schild hält, dessen ganze Fläche
eine Medusenmaske einnimmt. Aehnlich: Münz- und Antikenkabinet
Zimmer II Kasten IV n. 1221. 1222. - 317. Oberer Abschluss
eines Geräthes. H. 0"035. Br. 0-045. Aus O-Szönyi. Hohles Viereck
mit abgestumpften Ecken. Auf demselben ein viereckiges Postament
mit einem Kinderkopf drei Viertel Profil nach r.: im lockigen Haar,
welches auf dem Scheitel geflochten ist, liegt eine Binde.

318. Lehne eines Sessels oder einer Kline.

Vom unteren Ende bis zur Biegung 0-14, von da bis zum Abschluss 0-153.
— Hohl mit Löchern an den Seiten, um sie auf den Holzkern zu befestigen. —
Aus Constantinopel.

Unterer Abschluss: Büste eines geflügelten Eroten in hohem
Relief; im Haar ein Epheukranz, über der Stirne eine Binde, dar-
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