Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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und erweist sich als ein Fragment der grossen, von Cyriacus zuerst
erwähnten Inschrift Junonibus sacrum (C. I. L. V, 781). Von eben-
derselben Platte hatte Cortenovis im J. 1784 am Fussboden der
Domkirche die rechte Hälfte der vier oberen Zeilen gefunden, da-
gegen fand ich (vgl. Mitth. I, 54) in der „capella del Rosario" das
weitere Bruchstück:

i v n o n i b v s

m-ma////ivs-m////

HINII

und somit steht es fest, dass C. I. L. V, 8230 nicht zu 781 gehört
haben kann.

16. Bruchstück einer Marmorsäule, gefunden „alle Marignane"
in der Nähe des sog. Circus (vgl. Mitth. I S. 40, II S. 82, III S. 46
und 178), 0*43 h., 116 Umfang, mit zwei Dübellöchern, darauf
mit sehr schlechten Buchstaben aus späterer Zeit folgendes Muster-
alphabet eingeritzt:

abcdefgh
1klmno

pqrstvxy^ SIC

Von sonstigen kleineren Fundobjecten hebe ich noch hervor
die bronzene Matritze (früher im Besitze Delneris, nunmehr bei
Herrn Baron Eugen Ritter in Podgora bei Grörz) mit der retro-
graden Inschrift in Relief:

ti vlgevs
ch2rinthvs

(Ti. Vlgeus Cherinthus), ferner den bis jetzt aus Aquileja mir unbe-
kannten Stempel (vgl. C. I. L. V, 8110, 105 p. 964):

attiae mvls vlae- t -f°

in der Sammlung Ritter.

Auf einem Grundstücke des Baron Ritter (in der Nähe von
Nr. 14 im Kenner'schen Plane) gleich bei der Brücke über die
„roggia. del molino di Monastero", am Kreuzungspunkte der Strassen
nach Terzo, beziehungsweise Belvedere und nach Aquileja gelegen,
ward unlängst ein grosses Amphorenlager entdeckt. Die Amphoren
tragen die Fabriksmarke

8 A'%*
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