Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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Interessant ist diese Fundstelle auch insofern als unmittelbar
in der Nähe und zwar auf den benachbarten Grundstücken des
H. v. Hentschel vor einigen Jahren ebenfalls ein bedeutendes Am-
phorenlager entdeckt worden ist.

Gelegentlich der Wiederherstellung der Dämme längs der Na-
tissa, unweit der sog. Dorida und des sog. ponte <Toro fand Herr
Ingenieuradjunct Guido Levi einige primitive Gräber, welche dem
bekannten Muster aus Mainz im k. k. Belvedere sehr ähnlich sehen.
Einige quer gelegte Dachziegel, in derselben Form, wie sie auf Sar-
kophagdeckeln öfters nachgebildet sind, beschützten die Ueberreste
der Verstorbenen. Von den sonst üblichen Geräthen kamen hier
nur wenige Töpfe zum Vorschein und diese auch waren durch die
Einwirkung der Nässe gänzlich zerstört.

Dies die hauptsächlichsten Fundergebnisse des diesjährigen
Winters; in topographischer Beziehung wären noch zu erwähnen
die Grabungen, welche seit einer Reihe von Jahren auf den Grund-
stücken der Gräfin Cassis aus Terzo an der Strasse nach Monastero
ungestört vorgenommen werden und zwar mit grossem Schaden für
die Localforschung, weil dadurch derselben die Möglichkeit der
Untersuchung der nordöstlichen Stadtmauern immer mehr entzogen
wird (vgl. übrigens auch Mitth. I S- 49 f.).

Görz im März 1881 E. MAIONICA

Bericht über eine Reise in Kärnten

(Fortsetzung)

Aus Krain

Eph. ep. II 802 cf. Eph. ep. IV n. 453.

In v. 2 las ich vor dem Steine aedid, doch eine genaue
Prüfung des Abklatsches hat Prof. Hirschfeld und mir ergeben,
dass auf dem Steine aedil steht, dessen l durch einen Riss im Steine
eine dem d ähnliche Form erhalten hat. Demnach ist einfach aedüiis)
zu ergänzen.

Un edirt.

1. An der Kirche zu Brunndorf unter dem Thürpfeiler:

dis ■ manibvs

Der Rest ist verdeckt.
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