Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

Seite: 163
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Die Figur steht auf dem 1. Beine, schreitet mit dem r. vor,
senkt die L,, erhebt den r. Vorderarm und ergreift mit der Hand
den Halssaum des Himation, in welches sie ganz eingehüllt ist.

12. Weibliche Gewandstatue (Demeter?).

Weisser Marmor. Höhe G'52 (mit der elliptischen Basis).
Gebrochen sind Hals und Kopf und die Beine über den Knieen.

Matronale Figur in Chiton und Diploidion, dessen Ende über
die 1. Hand geschlagen ist, mit einem Aehrenkranze in dem ge-
scheitelten Haare und Sandalen; steht auf 'dem r. Beine und setzt
das 1. etwas zurück. Sie hält in der gesenkten R. eine Patera; die
L. ist geschlossen. [L.]

13. Torso einer weiblichen Gewandstatue.

Weisser Marmor. Höhe 0'68. Kopf und Vorderarme fehlen.

Die Figur hatte 1. Standbein , das r. ist leicht gebeugt. Sie
ist in langem gegürtetem Chiton mit genestelten Aermeln und im
Himation, welches um den Unterkörper geschlagen und über den
nach vorne gestreckten 1. Vorderarm geworfen ist. Der r. Vorder-
arm war erhoben. Die Füsse tragen Sandalen. [D.|

14. Hygieia, Statue.

Weisser Marmor. Höhe 0-80 mit dem ergänzten Kopfe; der
r. Vorderarm und die 1. Hand fehlen.

Die Figur hat 1. Standbein, trägt einen gegürteten Chiton und
ein Himation, welches um die Beine und über die 1. Schulter ge-
worfen ist. Hinten am Gewände ist das Schwanzende der Schlange
erhalten. Sehr schlicht in der Anlage.

15. Weibliche Gewandfigur (Nike?), Statuette.

Weisser Marmor. Höhe O70. Ergänzt der Kopf mit einem
Stücke des Halses , der auf das Hinterhaupt gelegte f. Arm von
der Schulter an, der gesenkte 1. Vorderarm mit dem Ellenbogen.
Unter den Knieen ein horizontal laufender Bruch; die Falten dar-
unter sind mit Gips verputzt. Eine Stelle zwischen den Schultern
ist abgearbeitet.

Die Figur hat r. Standbein und setzt das 1. vor. Sie ist im
hochgegürteten, an der r. Schulter mit einer Agrafe befestigten,
flatternden Diploidion, das von der 1. Schulter herabgeglitten ist.
An letzterer sowie am 1. Oberschenkel sind Reste eines in der Hand
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