Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

Seite: 164
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gehaltenen (zweigartigen?) Attributes geblieben. Rechts ein Tronk.

— Die Rückseite vernachlässigt; der untere Saum des Gewandes
hinten ganz glatt. [L.]

16. Sitzende weibliche Gewandfigur (Muse), Statuette.

Weisser Marmor. Höhe 0*65. Der Kopf ist gebrochen. Es
fehlt die Nase, fast der ganze r. Arm, die 1. Hand, die Zehen des
r. Fusses. Ergänzt ein Stück im Nacken, ein Theil des Mantels
auf dem r. Oberschenkel, die Basis.

Die Figur sitzt auf einem Felsblock, setzt das 1. Bein zurück,
das r. nach vorn, wendet den Kopf nach 1., senkt den r. Arm und
legt die 1. Hand auf einen Gegenstand (Leier oder Tympanon). Sie
ist beschuht, trägt ein Band in den Haaren, einen gegürteten Aermel-
chiton und einen Mantel, der von der 1. Schulter über den Rücken
hinabhängt und dessen Zipfel auf das r. Knie gelegt ist.

E. Wolff im bull, dell' inst. 1831 p. 67: nMusa.... sedente col
tamburino (Talia)u. [B.]

17. Schlafender Eros, Statuette.

Weisser Marmor, 0'60 lang, 0*40 breit. Es fehlen der r. und
der 1. Fuss und der r. Arm.

Der geflügelte Knabe ruht etwas nach r. gewandt auf einer
Löwenhaut, hält in der L. eine Fackel und legt den r. Arm über
das Köpfchen. Gewöhnliche Arbeit. [B.]

18. Attis, Torso einer Statuette.

Kalkstein, Höhe 0'33. Bis zu den Knieen erhalten, die Arme
fehlen.

Der Gott in einem mit breitem Bande gegürteten Rocke und
rückwärts herabfallendem Mantel war in der gewöhnlichen Weise
mit gekreuzten Beinen, den Kopf auf die R gestützt dargestellt.

— Sehr flache Arbeit, die Rückseite vernachlässigt. [S.|

19. Kopf des Apollo.

Weisser Marmor. Höhe 0*30 (ohne die moderne Basis). Nase
und Hals gebrochen.

Der Kopf von zärtlichem Ausdrucke ist etwas nach r. geneigt,
der Mund leise geöffnet; das Haar aus der Stirn gestrichen, fällt
auf den Nacken und ist mit einem Lorbeerkranze geschmückt.
Augensterne und Haar sind mit dem Bohrer bearbeitet. [L.]
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