Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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20. Weiblicher Kopf.

Weisser Marmor. Höhe 0*32, Gesichtslänge 0'15. Stirn, die
vorderen Haare, Nase, die Oberlippe ergänzt, der Hals gebrochen.

Typus der Aphrodite ähnlich v. Sacken die antiken Skulpturen
des Münz- und Antikenkab. Taf. 12 no. 150; nach 1 sanft geneigt,
durch das Haar ist kreuzweise ein Band geflochten [S ]

21. Kopf des Herakles.

Weisser Marmor. Höhe 0'26, Gesichtslänge 0 16, Distanz der
Augenwinkeln 0*12. In zwei Stücke gebrochen; die Nase ist verletzt.

Das Löwenfell ist über das Hinterhaupt gezogen. Gute Ar-
beit; die Augensterne sind angezeigt. [S.]

22. Kopf des jugendlichen Dionysos.

Weisser Marmor. Höhe 0'385, Kopflänge 0'20, Distanz der
Augenwinkeln 0-15. Sehr zerstossen.

Der Kopf ist nach 1. geneigt und mit Epheu bekränzt; auf
den Schultern liegen die Enden des Bandes. Er dürfte einer Herme
angehört haben. Auf dem Hinter aupte ein rundes Loch. [S.]

23. Jugendlicher Satyrkopf.

Weisser Marmor. Höhe 020. Ergänzt: Nasenspitze, Unter-
lippe und Hals.

Er blickt aufwärts; auf der Stirne eine Querfalte, über der-
selben zwei kleine Hörnchen. Geringe Arbeit. [L.j

24. Kopf des Pan.

Weisser Marmor. Höhe 0 30. Nase, Stück der Oberlippe,
Kinn, der untere Theil des Halses ergänzt; abgebrochen das rechte
Horn ganz, das linke grösstentheils.

Der Kopf hat ausgesprochenen Bockcharakter: Ziegenohren,
aus den Stirnhaaren hervorragende Hörner, einen Bart, der sich von
den Mundwinkeln in Büscheln bis unter das Kinn hinzieht, wo er
erst reichlicher gewachsen ist. Das Gesicht ist scharf geschnitten,
die Brauen hinabgezogen, der grinsend geöffnete Mund mit hän-
gender Unterlippe. Im Haare Löcher für einen Kranz. — Bart
und Augenwinkeln sind mit dem Bohrer gearbeitet. [L ]

25. Bärtiger Satyrkopf.

Weisser Marmor. Höhe 0'19. Nur die vordere Hälfte ist
antik. Sehr verwaschen.
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