Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 5.1881

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einander geschlagenen Armen. Zu ihren Füssen sitzt ein Hund.
H. 0:1, L. 0 095.

41—44 (Mus-Nr. 188. 187. 189. 191, zwei ganze Stücke und
zwei kleine Fragmente). Jüngling stehend, in kurzem eng anliegen-
dem Gewände mit vorgebeugtem Oberleibe, die Arme vom Ellen-
bogen aus schief hinauf an der Brust haltend, die Hände wie zum
Halten einwärts gebogen. Links neben ihm steht ein gesatteltes
Pferd. H. ca. 0165—0175. Abb.: Jahresb. d. M. 1852 Taf. III. IV.

Grosse Anzahl von gesattelten Pferden, sowohl in Salzburg
als in München in ganzen Stücken und Fragmenten, theils einzeln,
theils als Paare mit verbindendem Joch.

45 (Mus.-Nr. 190). Jüngling wie bei 41 — 44, neben ihm ein
Ziegenbock. H. 0-175. Abb.: Jahresb. d. M. 1852 Taf. III.

Vergl. Tudot pl. 44. 58/9. Vgl. auch Caylus Suppl. pl. XLVIII
Fig. I. II. Bei Tudot pl. 35 eine gleichartige Jünglingsfigur zu
Pferde sitzend mit einem runden Schilde an der L. Scherben von
Pferden kommen auch bei dem Funde von Uelman vor: Freuden-
berg 1. c, ebenso mit Figuren unsrer Gattung zwei Pferdchen in
der Sammlung Guyot in Nimwegen: Rhein. Jahrbb. VII p. 61.

Sowohl in Salzburg als in München grosse Anzahl von Hühnern
und Tauben, Hunden, katzenartigen Thieren (so in Salzburg eine
Gruppe von zwei liegenden Panthern) in verschiedenen Grössen.
Von den Hühnern kommen mehrere Typen vor, darunter zierlich
stilisierte, von ihnen sowohl als den Hunden auch Exemplare in
rothem Thon. — Vergl. Hühner Tudot pl. 60/1, darunter mit unseren
Typen identische Hunde Tudot pl. 57, unser Typus. Andere Thiere
Tudot pl. 57. 61/2. - Rhein. Jahrbb. III p. 125 sqq. Funde in
Grimmlinghausen und Neuss : „mehrere aus weissem Thon gebrannte
Figürchen, Geflügel und Hausthiere, Hunde darstellend". Janssen
Terra Cottas tut het Mus. v. Oudh. te Leyden Taf. IX. 50/1 X. 53.

46 (Mus.-Nr. 201). Kleine Gefässe in Form eines Hasen mit
Henkel und dünnem Gefässhalse — 47 (in München) einer Ziege —
48 (Mus.-Nr. 250) eines weibl. und 49 (in München) männl. unbär-
tigen Kopfes.

Vergl. Tudot pl. 65. 67, auf letzterer Figur F der Typus unsres
Hasen. Janssen 1. c. Taf. X. 56 Exemplar aus Nordafrika und
andere dort erwähnte.

Nicht zu classifizieren: 50 (Mus.-Nr. 248.) Fragment des vor-
deren Formtheils von einer weibl. Gestalt, bekleidet mit über dem
starken Ueberfall gegürtetem Chiton, welcher die r. Brust frei lässt,
die L. gesenkt am Leibe haltend. — 51 (in München) Fragment
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