Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Inschriften aus der Dobrudscha.

An Herrn O. HIRSCHFELD.

In Folge zweier von mir nach Küstendsche unternommenen
Reisen habe ich nach dem Bukarester Museum 150 Monumente ge-
bracht und zwar: Basreliefs, Statuen, architektonische und Sculptur-
Fragmente, Sarkophage und Steine mit Inschriften.

Den grössten Theil derselben habe ich schon in der Präfectur
von Küstendsche gesammelt vorgefunden durch die jedes Lobes
würdige Thätigkeit und den nicht genug zu rühmenden Eifer des
Präfecten daselbst: Remus Oprean. Ein Theil jedoch ist von mir
selbst entdeckt worden1).

Von den Inschriften sind im C. I. L. III. 1. und in der Eph.
epigr. II folgende fünf veröffentlicht.

I. Ein in Küstendsche (in der Nähe des Trajanswalles) gefun-
dener Altar, veröffentlicht von Mommsen Ephem. epigr. II p. 297.
Da die ihm zugesendete Copie keine ganz genaue gewesen zu sein
scheint und die von ihm vorgenommenen Restitutionen zum Theil
von dem Originale bestätigt werden, so sende ich Ihnen die getreue
Abschrift desselben:

*) Trotz aller Mühe, die ich mir gegeben habe, den ursprünglichen Fund-
ort der Monumente festzustellen, ist es mir nicht immer gelungen. Die Ursache
davon ist, dass die meisten dieser Steine durch mannigfaltige Hände gegangen sind,
ehe sie in die Sammlung des Museums gelangten, und zweitens weil die Administra-
tion, die dieselben in Küstendsche gesammelt, keine Aufzeichnungen darüber ge-
macht hat. Was ferner diejenigen Steine betrifft, die bei Privatleuten gefunden worden
sind, so ist es ja bekannt, dass dieselben selten geneigt sind, den Ursprung derselben
anzugeben. Ich bemerke dieses als Rechtfertigung gegen den von Herrn Haug in
Bursian's Jahresbericht Band 23 S. 150 gemachten Vorwurf betreffs der von mir
in den Mittheilungen Jahrg. 1880 veröffentlichten Inschriften.

Archäologisch-epigraphische Mitth. VI. 1
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