Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Septimio Oetae nob. Caes. Severi Aug. fil. Antonini*) A]ug. fratri

et Juliae Aug. matri castr. et Augg......... [res publica Tomitanorum

per L. Ovinium Tertullum leg. Au]gg. pr. pr.

Unzweifelhaft die Dedicationsinschrift eines grösseren Baues,
die nach den Ueberresten zu schliessen eine Länge von fast
4 Meter gehabt haben muss. Sie gehört dem Jahre 201 an; der
Name des Statthalters L. Ovinius Tertullus ist aus anderen Docu-
menten (vgl. Mommsen zu C. L L. III n. 781) bekannt. Der Name
Geta's war, wie aus der Erasion in Z. 5 erhellt (die Buchstabenreste
von fratri sind auf dem Abklatsch noch sichtbar), getilgt; die Er-
gänzung des griechischen Textes ist dementsprechend zu gestalten
(vgl. z. B. die ähnliche Inschrift C. I. L. III n. 218); die Disposition
ist auch hier die gleiche gewesen. Z. 6. 7 gehören Severus, Z. 8
Caracalla an; Z. 9 töv uiöv tou auTOKp&xopog bezieht sich auf Geta.

24. Cippus aus Stein, h. 1 47, br. 0-40, d. 0*40, jetzt im Mu-
seum zu Bukarest.

a) auf der einen Seite: b) auf der anderen Seite:

c * aronivs * r « aituunioc *

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25. Tafel aus Marmor, h. 0*58, br. 0'31, d. O06, jetzt im Museum
zu Bukarest.

Becher ohne Henkel, Büste dünner Schaft, daneben rechts

daneben rechts ein mit Siemen umgekehrter zweihenkliger

umwundenes Bündel von Becher.
Wurfspiessen (?)

MARIVS CEL S VS

MILES CHR VII
GALL VIXIT ANNOS
XXXX MILITAVIT
5 ANNOS XXIIII

T ITVLVM
POSSVERVNT LIBERTI
VIVO MARIVS MERQV
RIVS ET MARIA CALE
10 Er MARIVS TARA
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