Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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Bei Iglitza habe ich die Ausgrabungen vom nördlichen Lager
begonnen und namentlich vor dem grossen Thore desselben. Nach
einer Grabung von 8 M. Tiefe, fand ich die Schwelle des Thores,
zusammengesetzt aus grossen Blöcken bearbeiteten Steines, welche
durch die Regelmässigkeit ihrer Schnitte in mir die Hoffnung er-
weckten, dass sich auf ihnen Inschriften finden würden. Nach einer
sechstägigen Arbeit mit italienischen Arbeitern ist es mir nur mit
Mühe gelungen, diese mit festem Cement zusammengesetzten Stein-
blöcke auseinander zu bringen, wobei sich folgende Inschriften
fanden, die jetzt sämmtlich nach Bukarest ins Museum gebracht sind.

82. Gewöhnlicher Stein, h. 2*60, br. 1*0. Die Inschrift ist von
Guirlanden umgeben, über derselben ein dreieckiger Fronton, in der
Mitte mit einem Kranze.

D • M

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Z. 4 Quirina. — Z. 6 ex c(ustode) a(rmorum).

83. Gewöhnlicher Stein, h. 2 0, br. 0*84. Die Inschriftseite mit
Guirlanden schön geschmückt.

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JWRCIA • BASILISSA V X o R
EIVS- AN- L • IN- LOCVM - TITV
LVM-PO S VER VN T SIBI-

Z. 2 Val(ens?). — Z. 2. 3 Amast(ri).
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