Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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genem Gewand verhüllt, hebt den unteren Saum desselben etwas
in die Höhe. — Gute Arbeit, aus Tanagra.

H. 0-17. Bemalung: Gesicht fleischroth, Unterlippe rosa, Augenbrauen und
Pupillen mit dunkelrothen Strichen, Haar roth, Chiton thonfarbep, Himation rosa.
Viereckiges Brennloch auf der unbearbeiteten Rückseite.

3. Knabe, stehend (1. Standbein), ganz in ein Himation ge-
hüllt, welches, von der Ji. über der Brust zusammengehalten, über
den 1. Arm geschlagen ist; die 1. Hand, daraus hervorkommend,
trägt einen Beutel. Die Füsse sind beschuht. Der etwas geneigte
Kopf mit kurzgeschnittenem Haar von liebenswürdig lächelndem
Ausdruck.

H. 0*13 (ohne Basis 0-12; eine zweite Basis darunter angesetzt). Bemalung
Gesicht und Schuhe fleischfarben, von kälterem Rosa das Himation, Unterlippe und
Haar roth, mit demselben bräunlichen Roth sind die Augenbrauen in feinen Strichen
aufgemalt. Viereckiges Brennloch auf der unbearbeiteten Rückseite.

4. Frau, r. Standbein, das 1. Spielbein vorgesetzt, im Vorwärts-
schreiten nach 1. seitwärts blickend, bekleidet mit Chiton und bis
oberhalb des Kniees reichendem Himation, welches, als Capuze über
den Kopf gezogen, 1. von dem leicht vor die Brust gelegten Arm
aufgenommen wird, während der r., von dem es in einer weiten
Falte herabgeht, unter ihm in die Seite gestützt ist. Auf dem Kopfe
sitzt der flache runde Hut (Tholia); an den Füssen Schuhe. Das
Haar ist gewellt.

H. mit der niedrigen angeklebten Basis 0-185. — Bemalung: Chiton rosa,
Himation blau, Tholia stark kirschroth, Haare rothbraun. Viereckiges Brennloch
auf der unbearbeiteten Rückseite.

5. Frau, 1. Standbein, mit Chiton und langem, anliegenden,
über die 1. Schulter geworfenen Himation, das beide Arme verhüllt:
der r. ist nahe der Hüfte gehoben, der 1. zwanglos gesenkt. An
den (ergänzten) Füssen Sandalen. Das Haar in vielen Scheiteln
getheilt, zurückgestrichen und in Flechten um das Hinterhaupt ge-
legt. — Schöner Fluss des Contours, doch einförmig in der Falten-
gebung. Graziöse freie Haltung, schönes scharf geschnittenes Ge-
sicht. — Unteritalisch.

H. 0'29 mit der an den Ecken abgestumpften Basis. Diese sowie das un-
terste Stück des Gewandes und die Füsse ergänzt. Kopf und Hals aufgesetzt, aber
zugehörig. — Ohne Bemalung. Rückwärts Brennloch. — Aufschrift: Statuetta tro-
vata a Pesto 1839.

6. Frau, stehend, mit Schuhen, Chiton und bis zur Kniegegend
reichendem Himation, welches, beide Arme verhüllend — der r. ist
über der Brust zur 1. Schulter gelegt, der gesenkte 1. hebt den
Saum des Gewandes — über die 1. Schulter hinübergelegt ist und
oben in eine an Hals und Kopf eng anliegende Capuze übergeht,
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