Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 6.1882

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welche dicht am Kinne anschliesst, oben aber nach Art einer vier-
eckigen Düte geschnitten ist, die nach vorn geschlagen mit den
beiden Zipfeln auf dem Kopfe aufliegt, doch so, dass ein Theil
des gescheitelten Haares unbedeckt bleibt. Ein über die Stirne lau-
fendes Band hält sie am Kopfe fest. •— Ziemlich stumpfe Arbeit.

H. mit der hohen Basis 0*26. Unten und in der Basis mehrfach gebrochen,
aber ohne Ergänzung wieder zusammengesetzt. Das Himation rosa bemalt. —
Viereckiges Brennloch auf der unbearbeiteten Rückseite.

Ueberdiess ist noch eine grössere Anzahl von Terracotta-
köpfchen zu erwähnen.

Bruchstück einer Reliefplatte

aus Terracotta, die unten in einen nach innen zurücktretenden
Boden übergeht, wie der beistehende Durchschnitt veranschaulichen
mag: Unten begrenzt eine, oben zwei Leisten, von denen die untere
mit dem Eierstabornament verziert ist, einen Fries von guirlanden-
tragenden Eroten. Dieselben sind knabenhaft gebildet, im Zug nach

r. schreitend, der Körper in Dreiviertelface gestellt. Die Last liegt
auf der 1. Schulter auf und wird von dem hoch über den Kopf ge-
hobenen r. Arm gehalten. Auf dem Bruchstücke zwei Eroten er-
halten. Hübsches Motiv, einfache römische Arbeit. Uebereinstim-
mend (doch nach 1. gewandt) Campana terr. cott, tav. XV, etwas
abweichend Musee Fol, I p. 77, pl XXIX, 2.

H. 0-22. L. 0-32.

Von einem zweiten, dem Motiv nach gleichen, aber etwas
kleineren und schlechter gearbeiteten Friese, ist noch ein Fragment
vorhanden. H. 0-19, L. 036.

Archäologisch-epigraphische Mitth. VI. 5
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